Ein Stich fürs Leben

So lief die Typisierungsaktion im Pressehaus

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Am Mittwoch fand im Pressehaus eine große Typisierungsaktion statt.

München - Am Mittwoch fand im Pressehaus der tz eine große Typisierungsaktion statt. Hier gibt's die Eindrücke:

Ohne Menschen, die sich typisieren lassen, würde Thomas Paschke (50) heute nicht so strahlen wie auf dem Foto unten. Er war vor fünf Jahren an Leukämie erkrankt, fand einen passenden Stammzellenspender und sagt heute der tz: „Mir geht’s gut. Ich habe wieder Vertrauen in die Zukunft, kann vorausdenken und planen.“ Die Genesung des Ingenieurs ist mustergültig verlaufen.

Und mustergültig war auch der Einsatz vieler Münchner, die sich am Mittwoch in unserem Pressehaus haben typisieren lassen. Zwei Beispiele lesen Sie unten. Die Aktion wurde von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) und dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes initiiert.

Für alle Spender standen in unserer Alten Rotation Getränke und Snacks bereit. Jeder unterschrieb eine Einverständniserklärung, in der bereits der fertige Stammzell-Ausweis enthalten ist und herausgetrennt werden kann. Die Krankenkassenkarte wird eingelesen, dann das Blut abgenommen. Die lebensrettenden Tropfen kommen in ein Speziallabor und dann ins weltweite Register.

Die AKB veranstaltet jährlich ca. 5000 Blutspendetermine. Mit Erfolg: Fast 300.000 mögliche Spender sind bisher erfasst. Jeder im Alter von 17 bis 45 kann sich registrieren lassen. Mehr Infos: www.akb.de

Es kann jeden treffen

Laura Urban (23), Radio-Moderatorin aus München: "Bis jetzt habe ich es zwar noch nicht geschafft, mich registrieren zu lassen – aber heute hatte es sich zum Glück angeboten. Für mich persönlich ist die Typisierung sehr wichtig. Schließlich kann jeden so ein Schicksalsschlag ereilen. Und wenn ich selbst mal Hilfe benötigen würde, wäre ich überglücklich, wenn mir ein passender Spender helfen könnte."

Eine große Kleinigkeit

Sarah Franke hörte von der Aktion und fackelte nicht lange.

Sarah Franke (20), Schülerin aus München: "Meine Mutter liest regelmäßig die tz – und hat mich auf die Aktion in Ihrem Pressehaus aufmerksam gemacht. Hier vor Ort geht die Registrierung schneller. Ein weiterer Vorteil: Man kann auch Fragen stellen, falls einem etwas nicht klar ist. Typisierung ist eine Kleinigkeit und sollte selbstverständlich sein."

Isabelle Maier

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