Wegen Konstruktionsfehler

Marode Bausubstanz an 28 U-Bahnhöfen: Sanierungs-Stau im Untergrund

Die Decken am U-Bahnhof Poccistraße haben sich abgesenkt.

München - Wegen eines Konstruktionsfehlers haben die Stadtwerke an 28 U-Bahnhöfen mit maroder Bausubstanz zu kämpfen. Es stehen zahlreiche Sanierungen an.

Nicht nur an der Münchner Freiheit, auch im Untergrund haben die Stadtwerke mit maroder Bausubstanz zu kämpfen. So plagt die Stadtwerke ein Konstruktionsfehler – an 28 U-Bahnhöfen: Sie alle wurden in „Schlitzwand-Deckel-Bauweise“ errichtet, Salzwasser greift die Deckel an. Aus diesem Grund wurde bis vor kurzem schon der U-Bahnhof am Ostbahnhof saniert. 

Auch am Hauptbahnhof werden die Stationen saniert. Am Westfriedhof laufen die Sanierungsarbeiten ebenfalls noch – voraussichtlich bis Mitte 2017. Alleine hier kosten die Arbeiten 10 Millionen Euro. Bei sieben weiteren U-Bahnhöfen steht schon fest, dass sie ebenfalls saniert werden müssen. Weitere sieben Stationen sollen zudem demnächst auf Fugenschäden untersucht werden. Am Kolumbusplatz wurde eine Deckensanierung gerade abgeschlossen. 

Ein weiteres Sorgenkind der SWM ist der U-Bahnhof Poccistraße. Dort haben die Stadtwerke bei Routine-Untersuchungen festgestellt, dass sich die Decken des U-Bahnhofs um 39 Millimeter abgesenkt haben. Unklar, ob dies schon 1978 beim Bau geschehen ist oder nachträglich. Es sollen demnächst Stützen eingebaut werden. Ab Frühjahr 2017 wird außerdem der U-Bahnhof Sendlinger Tor umgebaut.

tz

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