Aus Bericht ist Frust herauszulesen

Bundespolizei erlebt gewalttätiges Wochenende - schuld ist Alkohol

München - Die Polizei muss in München vor allem am Wochenende oft wegen alkoholbedingter Gewalt in Bahnhöfen und Zügen eingreifen. In dem aktuellen Bericht ist Frust darüber herauszulesen. 

Natürlich ist es die Aufgabe der Bundespolizei, für Recht und Ordnung zu sorgen. Dennoch liest sich in dem Bericht vom Wochenende ein gewisser Frust darüber, dass sich einige Menschen unter Alkoholeinfluss einfach nicht mehr im Griff haben und wegen Nichtigkeiten einen Streit beginnen.

So war es am Freitag, als nach dem Zweitligaspiel zwischen den "Löwen" und der SpVgg Greuther Fürth am Hauptbahnhof zwei Anhänger beider Klubs aneinander gerieten. Hieraus entstand eine Prügelei zwischen mehreren Personen, bei der ein 21 Jahre junger Mann aus Fürth eine Faust unterhalb des linken Auges kassierte. Ursprünglich sind laut Bundespolizei aber ein 35-jähriger Anhänger der Sechziger aus Bad Tölz und ein 24-Jähriger Fürther aufeinander losgegangen. Der Fan der Münchner verpasste seinem Gegenüber anscheinend einen Faustschlag auf den Hinterkopf. Nachdem die Beamten eingriffen, stellten sie bei dem TSV-Fan einen Alkoholwert von 1,87 Promille fest, die Fürther hatten 2,29 bzw. 0,61 Promille und vier Zeugen wiesen 0,52 bis 1,57 Promille vor.

Mann spuckt und tritt nach Platzverweis um sich

Kurz nach Mitternacht am Samstag randalierte dann ein 24 Jahre alter Pole an einem Imbiss und wurde des Platzes verwiesen. Als er sich daraufhin wehrte, wurde er von den Beamten zur Wache gebracht, spuckte diese dort noch an und trat wild um sich.

Gegen 6 Uhr Morgens wurde ein Thailänder von Schaffnern in einer stadtauswärts fahrenden S2 kontrolliert. Als der in Dachau wohnende Mann dabei merkte, dass er seinen Geldbeutel und sein Handy verloren hatte, zeigte er den Kontrolleuren einen Brief mit seinen aktuellen Personalien. Er forderte den Prüfdienstmitarbeiter auf, ihm seinen vertraulichen Brief sofort zurückzugeben, was dieser verneinte. Daraufhin wurde der alkoholisierte Mann handgreiflich und musste von drei Schaffnern gebändigt und aus der S-Bahn gedrängt werden. Dort drückten sie ihn an eine Werbetafel und überwältigten ihn, zuvor wurde einer der Prüfer aber noch in den Bauch getreten. Bei dem Thailänder wurden später 1,22 Promille festgestellt.

18-Jähriger wollte Bundespolizisten in den Rücken springen

Am Sonntag waren die Krawallmacher dann am Ostbahnhof unterwegs. Dort sprang gegen 1.06 Uhr ein 18-jähriger Nigerianer einem Bahnsicherheitsmitarbeiter "unvermittelt mit angewinkeltem Ellenbogen in den Rücken", wie die Bundespolizei berichtet. Zusammen mit einer unbekannten Person wurde der Mann gestoppt.

Zeitgleich wurden im Bahnhof mehrere Reisende von einem 16-jährigen Nigerianer angepöbelt, der offenkundig Alkohol intus hatte. Als eine Streife versuchte, ihn von einer Personengruppe zu trennen, widersetzte sich der junge Mann: Er schlug mit den Armen nach den Beamten ohne diese zu treffen. Später wurden bei ihm 0,66 Promille Alkohol im Atem festgestellt.

Mann droht mit Schlägen, weil er Platzverweis nicht einsieht

Eine halbe Stunde später war ein 23 Jahre alter Mann aus Togo in eine (noch) verbale Auseinandersetzung verwickelt. Als diese jedoch zu eskalieren drohte, wurde der alkoholisierte Mann (1,88 Promille) von den Beamten des Platzes verwiesen, dem er jedoch nicht nachkam. Er drohte sogar mit Schlägen und sollte deswegen aus dem Bahnhof "geschoben werden". Dies quittierte er mit versuchten Schlägen und Spuckattacken gegen die Polizisten.

mm

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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