Das sagt Staatsanwaltschaft

Nach Brand an Dachauer Straße: Verfahren wegen Mietwuchers eingestellt

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München - Aktivisten hatten Mitte November eine Anzeige wegen Mietwuchers gegen den Vermieter des Hauses an der Dachauer Straße 24 erstattet, in dem drei Menschen ums Leben gekommen waren. Wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage erklärt, ist das Verfahren eingestellt worden.

„Das bewusste Ausnutzen durch den Beschuldigten war nicht nachzuweisen“, erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Wie berichtet, betreut der Kulturschaffende Tuncay Acar zusammen mit dem „Bündnis Bezahlbares Wohnen“ eine ehemalige Mieterin des Hauses. Die 52-Jährige zahlte 550 Euro Miete für etwa zehn Quadratmeter. Küche und Bad musste sie sich mit anderen Mietern teilen. Der Vermieter des Gebäudes, Bäckermeister und Konditor Johann Hölzl, sagt im Gespräch mit dem Münchner Merkur, dass er alle Zimmer möbliert vermietet habe. „Das waren Warmmieten. Die alten Mieter zahlten zehn oder elf Euro pro Quadratmeter, das ist kein Wucher.“ Auch, dass das Haus überbelegt gewesen sein soll, sei „Quatsch“. „Viele haben sich einfach nicht abgemeldet“. 

Hölzl kannteden Vater und die beiden Kinder, die bei dem Feuer starben. „Das belastet mich sehr.“ Der 65-Jährige sagt, er habe keinen Verdacht, wer absichtlich das Feuer, das in der Nacht auf 2. November ausgebrochen war, gelegt haben könnte. „Ich habe keine Feinde“, so Hölzl. „Für mich ist jetzt das Wichtigste, dass der oder die Täter gefasst werden. Wer das gemacht hat, gehört ins Gefängnis.“ Zudem stellt Hölzl klar, dass er keinen Mieter gezwungen hat, den Mietvertrag aufzulösen. Der Bäckermeister geht derzeit davon aus, dass er das Gebäude sanieren wird. 

weg/Gaulke

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