40-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach Schießerei in München: Haftbefehl gegen Iraker

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Polizisten stehen am Dienstag nach der Schießerei am Einsatzort.

München - Nach der Schießerei auf offener Straße in München sitzt ein 40-Jähriger in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Er wollte den neuen Freund seiner Ex ermorden.

Nach einer Schießerei auf der Straße mitten in München sitzt ein 40 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft habe im Zusammenhang mit Schüssen auf den neuen Freund seiner Ex-Partnerin Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Donnerstag. Zudem wirft die Anklage dem Mann versuchten Totschlag gegen zwei Polizeibeamte vor.

Der 40-Jährige hatte am Dienstagabend im Streit mit seiner Ex-Partnerin und deren neuen Freund einen Revolver gezückt und geschossen. Um den Mann zu stoppen, griffen auch Polizeibeamte zur Waffe. Es kam zu einer wilden Schießerei.

Wegen eines Projektils, das wohl aus einer Polizeiwaffe stammt und im Körper des schwer verletzten 24 Jahre alten Opfers gefunden wurde, werde der Hergang geprüft. Es gebe aber kein Ermittlungsverfahren.

Die getrennt lebenden Partner hatten sich offenbar zufällig getroffen, da sie im Streit um das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder unabhängig voneinander Termine bei einer Gutachterin hatten. Die Polizei hatte die Lage erst nach drei Stunden entschärfen und den mutmaßlichen Täter überwältigen können.

dpa

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