Spaenle gibt etwas nach

Tierklinik: Ein Teil des Baus bleibt erhalten

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Kultusminister Ludwig Spaenle will jetzt den Bibliotheksbau erhalten Foto: Bodme

München - Altstadtfreunde fordern den Erhalt der Altbauten der Tierklinik an der Königinstraße. Kultusminister Ludwig Spaenle gibt jetzt nach, wenn auch nur ein kleines bisschen.

Für heftige Kritik sorgt seit Monaten der Plan des Freistaats, die aus der Jugendstilzeit und den 50er-Jahren stammende Tierklinik an der Königinstraße abzureißen und dafür einen hoch nüchternen Neubau für die Physik-Fakultät der Uni zu errichten. Jüngst übergaben die Altstadtfreunde im Landtagdie Stellungnahmen von zehn Experten, die den Erhalt der Altbauten fordern. Kultusminister Ludwig Spaenle gibt jetzt nach, wenn auch nur ein kleines bisschen. „Wir wollen entgegen der ursprünglichen Absicht die tiermedizinische Universitätsbibliothek mit ihrem charakteristischen Laternenaufbau erhalten.“

Der Bau aus den 50er-Jahren besitze architektonische Qualität. Die spricht Spaenle hingegen dem Altbau aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie den anderen 50er-Jahre-Bauten ab. „Da vertraue ich der Expertise unseres Landesamtes für Denkmalpflege.“ Das hat dem Abriss der historischen Bauten mit ihren Jugendstil-Treppenhäusern zugestimmt. Spaenle: „Die Neubebauung ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, es entsteht wieder die charakteristische Hangkante, die den Englischen Garten von der Königinstraße trennt.“ Wo künftig Kleintiere und Pferde behandelt werden, müsse die Universität klären.

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