CSU plant stärkere Überwachung

Mehr Kameras? Polizei, SPD und Grüne dagegen

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Mit solchen Kameras wird am Stachus kontrolliert.

München - Großflächige Video-Überwachung in München? Geht es nach der Polizei, wird es dazu nicht kommen. Auch SPD und Grüne sind dagegen.

Großes Kino? In München eher nicht. Die Polizei kann sich keine flächendeckende Video-Überwachung in der Stadt vorstellen. Das sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä. „Wir kontrollieren an Schwerpunkten und dort, wo es die Kriminalitäts-Lage erfordert.“

Die CSU hatte angekündigt, in den nächsten Wochen mehrere Anträge zur Verbesserung der Sicherheit in München zu stellen (wir berichteten exklusiv). Unter anderem werden weitere Kameras gefordert, etwa am Odeonsplatz, Hauptbahnhof oder am Alten Botanischen Garten.

Auch die SPD misst dem Thema Sicherheit Bedeutung bei. Daher hat sie nun einen Arbeitskreis gegründet, der „wirksame und zugleich besonnene“ Vorschläge machen wird, sagt Fraktions-Vize Christian Vorländer. Ein flächendeckendes Kamera-Netz lehnen die Genossen allerdings ebenso ab wie die Grünen. Deren Vize Dominik Krause: „Videokameras überall – die CSU nähert sich der Orwellschen Vision der Totalüberwachung.“

Das sei der falsche Schritt, denn München sei – auch laut Polizei – die sicherste Großstadt Europas.

Sascha Karowski

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