Heim + Handwerk

Heim + Handwerk: Hier gibt‘s Originelles für Daheim

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Ob schwebende Betten...
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... oder Lampen aus gebrauchten Geigen - Kreative Möbel und Deko-Objekte gibt es auch heuer wieder auf der Heim + Handwerk.
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Zu bewundern sind auch ein „Paketsafe“... 
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... und leuchtende Möbel, deren Farbe per Handy geändert werden kann.
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Zur Sonderschau „Holz aus Bayern“ gehört das naturbelassene Regal von Schreiner Richard Siegler.

München - Möbel, Kunst und Deko-Objekte: In sechs Messehallen lässt die Heim + Handwerk die Herzen von Designliebhabern höher schlagen. Bis Sonntag, 27. November, dreht sich auf dem Messegelände München alles ums Bauen, Einrichten und Wohnen. Wir stellen ein paar Höhepunkte aus dem Angebot vor.

So hat man eine Basstrommel noch nicht gesehen: Bis obenhin mit Wasser gefüllt – und im Innern dreht ein Goldfisch seine Runden. Zwei Schritte daneben dient eine alte Gitarre als Weinregal. Die österreichische Firma „Ausgespielt“ ist heuer nur einer der insgesamt 875 Aussteller auf der Heim + Handwerk. Ihre originellen Möbelstücke haben es aber in sich.

„Ich sage immer: Jeder hat eine zweite Chance verdient, warum nicht auch die Instrumente?“, sagt Gründer Samuel Karl. Ob Schlagzeug, Geige oder Trommelstock – unter den Händen des Kreativ-Tischlers verwandeln sich sämtliche Klangerzeuger in fantasievolle Möbelstücke. Allesamt Spezialanfertigungen, individuell nach Kundenwunsch. „Wenn jemand seit 20 Jahren auf derselben Gitarre spielt und sich endlich mal eine neue kauft, dann bringt er die alte lieber zu mir“, sagt Karl. „Ich mache ihm einen richtigen Hingucker daraus.“ Das sei besser, als wenn die Gitarre im Keller verstaube. Aber auch, wer kein gebrauchtes Instrument sein eigen nennt, kann Karls Kreationen erwerben. „Es kommt immer mal wieder vor, dass jemand ein Möbelstück als Geschenk bestellt. Das mache ich natürlich auch.“ Preislich bewegen sich seine Objekte zwischen einem Minimum von 250 Euro, zum Beispiel für eine simple Gitarrenschublade, und einem Maximum von rund 2900 Euro, beispielsweise für eine Violine als Deckenlampe. „Die kostet etwas mehr, weil es eben auch viel mehr Arbeit ist.“

Für die Instrumente seiner Kunden empfinde er eine große Verantwortung. „Man hat nur einen Versuch, wenn man reinschneidet“, sagt Karl und lacht. „Das will gut überlegt sein.“ Selbst leidenschaftlicher Schlagzeugspieler, weiß der Tischler, wie sehr das Musikerherz an den Gegenständen hängt. Wer selbst ein altes Musikinstrument hat und es gerne zum Möbelstück umfunktioniert sähe, kann mit Samuel Karl über seine Homepage Kontakt aufnehmen. Die Adresse lautet www.ausgespielt.at.

Wer es satt hat, seinen Paketlieferungen bei den Nachbarn hinterherzuklingeln, ist am Stand von Thomas und Josef Singer aus Niederbayern gut beraten. Ihr Produkt: der Paketsafe. „Wir nennen ihn auch Briefkasten für Pakete“, so Thomas Singer. „Weil er einen Briefkastendeckel hat und der Sack darunter nur so groß ist wie ein Zeitungsrohr, wenn man ihn zusammenrollt.“ Die Funktionsweise ist simpel: Der Paketzusteller hebt den Deckel an, sodass der Sack sich ausrollt. Darin verstaut er seine Lieferung, dann zurrt er den Beutel mit einem Sicherheitsschloss zu. Wenn der Empfänger später nach Hause kommt, kann er den Beutel ganz einfach mit einem kleinen Schlüssel öffnen. „Das Paket ist damit vor Wind und Wetter geschützt – außerdem ist in den Sack ein Edelstahl-Maschennetz integriert. Dadurch ist er schnittsicher.“ Erst seit August sei das Produkt auf dem Markt, erzählt Thomas Singer. „Trotzdem bekommen wir schon begeisterte Rückmeldungen.“ Die Idee zum Paketsafe habe er gehabt, nachdem er selbst mehrmals Probleme mit Zustellern gehabt habe. „Es ist immer dasselbe. Man kommt abends von der Arbeit nach Hause und findet diese kleine Benachrichtigungskarte. Gleich hat man wieder Scherereien, weil man seinem Paket hinterherjagen muss.“

Im Onlineshop von Thomas und Josef Singer gibt es den Paketsafe in zwei Ausführungen – mit einem Deckel aus Edelstahl (145 Euro) und in einer anthrazitfarbenen Variante (175 Euro). Die Adresse: www.paketsafe.net.

Ein schwebendes Bett zieht am Stand von Frank Börner die Blicke auf sich. Wie von Zauberhand hängt die Matratze in der Luft. Wie das funktioniert? Nicht mit Magie, natürlich. Ein ausgeklügeltes System von Permanentmagneten lässt das Nachtlager abheben. „Man schläft darauf viel ruhiger“, sagt Börner. „Weil die natürlichen Vibrationen des Bodens nicht auf die Liegefläche übertragen werden.“ 13 000 Euro kosten die Unikate. Man bekommt sie im Internet auf www.boerners-schwebende-moebelteile.de.

Die Messe

Sowohl die Heim + Handwerk, als auch die parallel stattfindende Genussmesse Food & Life sind auf dem Messegelände täglich von 9.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Tagestickets für beide Veranstaltungen kosten vor Ort 15 Euro, online 13 Euro. Weitere Infos im Internet auf www.heim-handwerk.de.

Marian Meidel

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