Ehrlicher Finder bringt verlorenes Geld zurück

16.200 Euro verloren - so litt der Besitzer

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Der überglückliche Ulrich Bayer (57) bedankt sich bei Benu V., der seine verloren geglaubten 16 200 Euro zurückgebracht hat.

München - Ulrich Bayer (57) verlor 16.200 Euro in bar – und ist am Ende gerade deshalb der Glückspilz des Jahres. Weil es eben doch noch grundanständige Menschen gibt.

Es gibt Geschichten, die gibt’s eigentlich gar nicht. Außer man heißt Ulrich Bayer (57), verliert 16.200 Euro in bar – und ist am Ende gerade deshalb der Glückspilz des Jahres. Weil es eben doch noch grundanständige Menschen gibt wie den indischen IT-Spezialisten Benu V. (41). Aber der Reihe nach:

Am Morgen des 7. September will sich der Verkäufer und freiwillige Feuerwehrmann Ulrich Bayer aus Lochhausen einen Traum erfüllen. Er holt 16.200 Euro bei der Bank ab und fährt mit seinem Sohn hinaus zum Frankfurter Ring zur Renault-Niederlassung. Dort wartet sein Traumauto, ein nagelneuer Renault-Zoe, auf ihn. Doch als er das Geld übergeben will – Bayer hat dafür extra einen Kredit aufgenommen – ist der Umschlag weg. Bayer trifft vor Schreck fast der Schlag.

Die Übergabe kann unter diesen Umständen natürlich nicht stattfinden. Alle Autohaus-Mitarbeiter sind voller Mitleid mit dem Pechvogel. An die folgenden Tage denkt der 57-Jährige nicht so gern zurück. „Ich habe mein altes Auto auf den Kopf gestellt, jeden Laternenpfahl mit Suchzetteln beklebt, daheim und in Moosach jeden Quadratzentimeter des Weges abgesucht, alle Medien um Hilfe gebeten. Am Ende musste ich Polizisten erklären, warum ich bäuchlings auf der Straße liege und in die Gullis leuchte. Es war furchtbar.“ Am Ende war Ulrich Bayer kurz davor, einen zweiten Kredit aufzunehmen: „Ich wollte einfach dieses Auto haben.“

Am 16. September ruft er nochmal bei der Polizei an und fragt, ob das Geld aufgetaucht sei. Leider nein, sagt der Beamte: „Da habe ich die Hoffnung aufgegeben.“ Keine zwei Stunden später bekommt er einen Anruf von dem selben Polizisten. „Er sagte: Das Geld ist da! Ich dachte, der wollte mich auf den Arm nehmen.“ Kein Witz: Kurz zuvor hatte der in München lebende, indische IT-Spezialist Benu V. das Geld bei der Polizei in Moosach abgegeben. Er hatte den Umschlag am 7. September nahe des Autohauses gefunden. Er spricht kein deutsch, war beruflich extrem eingespannt gewesen und wusste auch nicht, wo er das Geld abgeben sollte. An einem Laternenpfahl entdeckte er in den Tagen danach Ulrich Bayers Suchzettel, auf denen dick „16 200 Euro“ zu lesen war. Benu V. ließ sich den Text von Freunden übersetzen – und ging dann sofort zur Polizei.

Im Autohaus wurde Benu V. am Montag bei der Übergabe regelrecht gefeiert. Und Ulrich Bayer („Ich bin so dankbar und glücklich“) hat endlich seinen Elektro-Flitzer. Der Beginn einer wunderbaren Männerfreundschaft.

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