Umbau für 700 Millionen Euro

BMW schafft 400 zusätzliche Jobs am Petuelring

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Das BMW-Stammwerk mit dem markanten Vierzylinder-Bau.

München - BMW gibt mit der Produktion in München noch mehr Gas. Am Mittwoch gab der Betriebsrat bekannt, dass in den kommenden Jahren 700 Millionen Euro in das Stammwerk am Petuelring investiert werden. Dabei sollen auch 400 zusätzliche Jobs entstehen.

Seit 1920 hat der einst aus einem Flugzeugmotorenwerk hervorgegangene Auto- und Motorradbauer seinen Sitz am Petuelring im Süden Milberthofens. Derzeit stellen dort an die 9000 Beschäftigte und 1000 Azubis BMW 3er-Limousinen und -Touring, 4er-Coupés sowie Motoren und Sitze her.

In den vergangenen Monaten hatte der Betriebsrat mit dem Management über die Zukunft des Werks verhandelt, dabei kam jetzt heraus: Die Fabrik wird nicht nur erhalten, sondern sogar ausgebaut. Dabei werden der Rohbau modernisiert, die Montage sowie der Karosseriebau erweitert und eine neue Lackiererei errichtet. „Das läuft quasi auf einen kompletten Neu- und Umbau des Fabrikgeländes hinaus“, so Betriebsratssprecher Erwin Thoma.

Für den Erhalt der Fabrik müssen die BMW-Mitarbeiter auf fünf Minuten Pause täglich verzichten, es gibt künftig zwei Springerpausen sowie die bayerische Brotzeitpause, alles jeweils 15 Minuten lang. Dafür verpflichtet sich der Konzern, 7800 Jobs zu garantieren und 400 Stellen neu zu besetzen.

Diese BMW-Arbeiter sollen in den kommenden Jahren 400 neue Kollegen bekommen.

Parallel zum Ausbau des Produktionsstandorts am Petuelring plant BMW einen massiven Ausbau des Forschungs- und Innovationszentrums FIZ im Norden von Milbertshofen. Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Rupprecht-Kaserne sollen bis 2020 rund 15 000 neue High-Tech-Jobs in der BMW-Entwicklung entstehen. Die Zeichen für Investitionen in München stehen gut: So steuert der Autobauer heuer auf einen Verkaufsrekord zu: BMW-Vertriebschef Ian Robertson rechnet mit zwei Millionen verkauften Autos. Im Vorjahr setzte BMW 1,96 Millionen Autos ab.

J. Welte

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Johannes Welte

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