SPD-Stadträte protestieren

S-Bahnhof Olympiastadion: Denkmalschutz-Zoff um "Geister-Gleise"

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Die Überreste der Gleisstrecke am verlassenen S-Bahnhof "Olympiastadion"

München - Der S-Bahnhof Olympiastadion liegt seit 1988 brach, steht aber unter Denkmalschutz. Deshalb sollen auch die brachliegenden Gleise nach der geplanten Umgestaltung erhalten. Eine Posse, meint die SPD-Stadtratsfraktion.

"Müssen „Geister-Gleise“ ohne Funktion erhalten werden?", fragt sich die SPD-Stadtratsfraktion und will nun gegen den Erhalt der brachliegenden Gleise am S-Bahnhof Olympiastadion, der anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 angelegt wurde, vorgehen. Einen dementsprechenden Antrag stellte die Fraktion nun im Münchner Stadtrat.

Die Gleise hinter der Olympia-Pressestadt wurde nach den Olympischen Spielen noch sporadisch für Fußballfans bei großen Spielen genutzt, nach einem tragischen Unfall 1988 aber für immer stillgelegt.

Nun soll im Sommer das Bodenreich umfassend saniert und Altlasten entfernt werden. Die "Geister-Gleise" sollen allerdings erhalten bleiben, aus Gründen des Denkmalschutzes. Der Fraktionsvorsitzende Alexander Reissl ist sauer: „Bei dem Vorschlag, die Geister-Gleise zu erhalten, handelt es sich um eine Denkmalschutz-Posse. Es ist absurd, den alten Schienen einen besonderen Erhaltungswert zuzusprechen. Zudem würden im Rahmen der Aufwertung eine alte Gleisstrecke westlich von dem alten S-Bahnhof Olympiastadion entfernt. Die "Geister-Gleise" am S-Bahnhof sollen aber liegen bleiben. Dabei, so Reissl weiter, wären diese hinderlich bei der geplanten Aufwertung des gesamten Areals, auf dem Rad- und Fußgängerwege geplant sind.

"Wir fordern die Stadtverwaltung auf, alles daran zu setzen, dass die Gleise komplett entfernt werden können. Alles andere wäre ein Treppenwitz!“, meint Alexander Reissl und schießt noch hinterher: "Die Gleise braucht kein Mensch mehr".

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