In 181 Metern Höhe

Drohne kracht gegen Olympiaturm - Polizei sucht Zeugen

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Die Trümmer der Drohne fielen aus rund 180 Metern zu Boden. 

München - Eine abstürzende Drohne hätte beinahe eine Familie mit zwei Kindern getroffen. Gegen den Piloten des Fluggeräts laufen nun Ermittlungen wegen Gefährdung im Luftverkehr.

In 181 Metern Höhe knallte die Drohne gegen ein Fenster des Drehrestaurants.

Da hört der Spaß aber mal auf: Eine fehlgeleitete Drohne ist mit einem Knall an einer der Scheiben des Drehrestaurants im Olympiaturm zerschellt. Gäste und Bedienung erschraken fürchterlich. Der Flug-Unfall in 181 Metern Höhe geschah bereits am 30. Oktober, wurde der Polizei aber erst Tage später gemeldet. Bedienung Jessica Schuhmann (26) stand an jenem Sonntag um 15 Uhr gerade bei ihren Gästen am Tisch: „Die Drohne kam direkt auf uns zu. Dann hat es richtig geknallt, als das Gerät an die Scheibe gekracht ist.“ Die Kratzer und Abdrücke sieht man jetzt noch: „Zum Glück sind die Scheiben sehr stabil. Als wir hinunterschauten, ist die Drohne gerade im Gebüsch gelandet“ – keine zehn Meter neben einer Familie mit zwei Kindern. Im Umfeld des Turmes befanden sich an diesem Tag rund 400 Menschen. Reiner Zufall, dass niemand verletzt wurde.

Die Angestellten riefen sofort den Sicherheitsdienst, der den Bruchpiloten auch gleich fand. Es handelt sich um einen 36-Jährigen aus dem Landkreis Aichach. Die Drohne – ein 1,7 Kilo schweres Modell namens Yunec Typhoon Q500 + mit integrierter Kamera – ist rund 600 Euro wert. Die Überreste wurden der Polizei übergeben, ebenso die Daten des 36-jährigen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Gefährdung im Luftverkehr ermittelt.

Die Spuren sieht man noch deutlich: An diesem Fenster des Drehrestaurants zerschellte die Drohne.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die Sachbearbeitung übernommen. Die Auswertung des Speicher-Chips ergab, dass die Drohne an jenem Sonntag zahlreiche Flüge über dem Olympiapark absolvierte. Beim Anflug auf das Drehrestaurant wollte der Pilot offenbar Aufnahmen vom Innenraum machen. Olympiapark-Sprecher Tobias Kohler wies darauf hin, dass Drohnen-Flüge im Parkgelände grundsätzlich verboten sind.

Zeugenaufruf:

Personen, insbesondere die Familie mit den beiden Kindern, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Unfallkommando, Tel. 0 89 / 62 16 33 22, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Dorita Plange, Maik Hackemann

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