BMW-Welt: "Wir waren schockiert"

Pro-Vergewaltigungs-Gruppe plant Treffen - So reagiert die Polizei

München - Eine ominöse Gruppe von Vergewaltigungsbefürwortern will sich angeblich am Samstag vor der BMW-Welt treffen. Die Münchner Polizei ist alarmiert.

+++ Update vom 4. Februar 14.30 Uhr: Das geplante Treffen der Vergewaltigungsbefürworter ist offenbar abgesagt worden. Gegner kündigen dennoch Proteste an.

In den sozialen Medien kursieren seit längerem Gerüchte um Personen, die der Pro-Vergewaltigungs-Bewegung namens "Make Rape Legal" angehören sollen und sich am Samstag weltweit an unterschiedlichen Orten treffen wollen. Unter anderem wohl auch in München.

In Nachrichten wie dieser auf Twitter wird davor gewarnt, sich am Samstag vor der BMW-Welt aufzuhalten, deren Nord-Eingang die Vergewaltigungs-Befürworter angeblich als Treffpunkt ausgewählt haben sollen.

Die ominöse frauenfeindliche Bewegung aus den USA um einen Pick-Up-Artist namens Daryush Valizadeh soll sich für die Legalisierung von Vergewaltigungen stark machen.

Polizei will geeignete Maßnahmen treffen 

Die Münchner Polizei ist über die Gerüchte, die im Umlauf sind im Bilde. Auf Nachfrage unserer Online-Redaktion bestätigt ein Sprecher der Münchner Polizei: "Es gibt da eine Aufforderung in den sozialen Medien, dass sie sich da treffen wollen". Bislang ist allerdings unklar, ob es überhaupt eine solche Gruppe gibt und wenn ja, ob am Samstag wirklich ein Treffen stattfindet.

Die Polizei ist jedenfalls in Alarmbereitschaft: "Wir werden da geeignete Maßnahmen treffen und uns die Situation am Samstag anschauen", meint der Polizei-Sprecher.

Bisher sei der Kriminalpolizei allerdings kein Fall bekannt, bei dem es vor, währenddessen oder nach so einem Treffen zu Vergewaltigungen oder Belästigungen von Frauen gekommen sei. Was genau im Rahmen eines möglichen Treffens stattfinden soll, ist auch der Polizei ein Rätsel.

BMW-Welt prüft Schritte

Auch die Mitarbeiter der BMW-Welt wollen im Fall der Fälle gewappnet sein. Derzeit werde durch die interne Unternehmenssicherheit geprüft, welche Handhabe das Unternehmen hat, um gegen ein solches Treffen vorzugehen, so ein Pressesprecher der BMW-Welt, die auch aus den sozialen Medien von dem Treffen erfahren haben. "Wir waren schockiert, die sind nie mit uns in Kontakt getreten und haben sich aus irgendeinem Grund den Nordeingang als Treffpunkt ausgesucht", sagt der Sprecher und distanziert sich ausdrücklich von dieser Gruppe.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Mehr zum Thema:

auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion