Gegen-Demo soll trotzdem stattfinden

Pro-Vergewaltigung-Treffen in München offenbar abgesagt

München - Am 6. Februar wollten sich Befürworter der Pro-Vergewaltigungs-Bewegung um einen amerikanischen Pick-Up-Artist an der BMW-Welt treffen. Nach Bekanntwerden ist die Zusammenkunft nun offenbar abgesagt worden.

Es klang zunächst wie ein sehr geschmackloser Scherz: Im Netz kursierte die Nachricht, dass ein amerikanischer Pick-Up-Artist namens Daryush Valizadeh, auch bekannt als RooshV, Männer weltweit zu geheimen Treffen am 6. Februar einlädt. Die Bewegung rund um den 36-jährigen RooshV setzt sich dafür ein, Vergewaltigung von Frauen zu legalisieren. Die Begründung: Nicht der Mann handelt dabei falsch, man müsste nur Frauen beibringen eine Vergewaltigung nicht schlimm zu finden. Das ist Rape-Culture in ihrer reinsten Form.

Polizei hat Gruppe im Auge

Gegner rund um den Globus haben Alarm geschlagen nachdem eine offensichtlich korrekte Liste der Treffpunkte auf Twitter veröffentlicht wurde.

Auch in München sollte ein Treffen von Vergewaltigungs-Befürwortern stattfinden, die Münchner Polizei ist auf Anfrage unserer Redaktion informiert und hat am Samstag ein Auge auf den möglichen Treffpunkt.

Auch die BMW-Welt-Betreiber reagierten entsetzt, als sie in den sozialen Medien von dem Treffpunkt erfuhren.

Nun ist dem Frauen-Gegner RooshV die Aufmerksamkeit wohl zu viel geworden. Auf einer Homepage im Netz rooshv.com veröffentlichte der Betreiber am 3. Februar ein Statement: "Ich kann nicht länger für die Sicherheit und die Privatsphäre für die Männer, die zu dem Treffen kommen wollen garantieren. Auch wenn ich nicht verbieten kann, dass sich einige Männer privat treffen wollen, gibt es keine offiziellen Treffen mehr." Ob diese Information tatsächlich von dem Amerikaner stammt ist allerdings nicht zu verifizieren.

Obwohl das Treffen der Vergewaltigungs-Befürworter damit wohl vom Tisch ist, der Gegenprotest soll trotzdem stattfinden. Auf Facebook haben sich Gegner der Frauenfeinde zusammengetan und wollen am Samstag vor der BMW-Welt demonstrieren. Auch die Münchner Polizei hat angekündigt weiterhin wachsam zu bleiben. Absage hin oder her.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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