Attentat 1972

Olympia-Gedenkstätte: IOC unterstützt Bau

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Die Gedenktafel vor dem Denkmal für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 im Olympiapark.

München - Die Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 in München nimmt Gestalt an. Auch das Internationale Olympische Komitee gibt nun Geld für den Bau.

Für den Bau der Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 in München gibt es nun auch Geld vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das IOC wolle 250.000 Dollar (rund 180.000 Euro) beisteuern, bestätigte das bayerische Kultusministerium einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch. Ende Mai hatte schon der Deutsche Olympische Sportbund 20.000 Euro zugesichert.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sprach von einem sehr erfreulichen Schritt. "Das unterstreicht die internationale Bedeutung der Gedenkstätte", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Am Wochenende will er das Projekt bei einer schon länger geplanten Reise nach Israel im dortigen Außenministerium vorstellen.

Ein 100 bis 200 Quadratmeter großer Pavillon soll an den Überfall der palästinensischen Terrorgruppe "Schwarzer September" auf die israelische Olympia-Mannschaft im September 1972 erinnern, bei dem elf Sportler und ein Polizist umgebracht wurden. Auch die Entwicklung des internationalen Terrorismus soll laut Spaenle ein Thema sein. Angesiedelt werden soll die Gedenkstätte in der Nähe des Quartiers der israelischen Sportler.

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Die Kosten werden auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt München will ein Viertel übernehmen, der Bund hat 350 000 Euro zugesagt, den Rest trägt der Freistaat. Das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs soll am 19. September präsentiert werden, im Herbst 2016 soll der Bau fertig sein.

dpa

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