Auch eine App kann helfen

Der kleine Kerim (1) sucht einen Stammzellenspender

Kerim will leben – eine App soll ihm helfen.
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Kerim will leben – eine App soll ihm helfen.

München - Der kleine Kerim leidet unter einem Gendefekt, der zu Leukämie führen kann. Die Hoffnung der Familie: eine Stammzellenspende und die Spenden-App Nate.

Isoliert von der Außenwelt, angeschlossen an Kabel – so sieht das Leben des kleinen Kerim (1) aus. Statt ausgelassen mit anderen Kindern spielen zu dürfen, muss der Bub seit über drei Monaten im Krankenhaus ausharren.

Kerim ist schwer krank zur Welt gekommen. Erst mit neun Monaten konnten die Ärzte seine Erkrankung feststellen: Neutropenie, ein Gendefekt, der zu Leukämie führen kann. „Kerims Zustand ändert sich von Tag zu Tag“, erzählt Papa Zeki Demiral (30) besorgt. Die ungewisse Zukunft des Sonnenscheins ist eine nervenaufreibende Belastung für die ganze Familie: Während Mama Hatice Demiral (24) ihren kleinen Buben rund um die Uhr im Krankenhaus betreut, muss Zeki mit seiner Arbeit als Taxifahrer die Familie versorgen. „Ich bin hin- und hergerissen: Einerseits will ich für mein Kind dasein, andererseits darf ich meinen Arbeitsplatz nicht verlieren“, sagt Zeki.

Die Hoffnung der Familie: eine Stammzellenspende. „Viele Menschen haben Angst vor einer Knochenmarktransplantation. Dabei ist dieser Eingriff fast risikolos“, sagt der Internist Dr. Hans Knabe, Gründer der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB).

Spenden-App Nate

Die Typisierung eines Freiwilligen kostet die AKB 50 Euro reine Laborkosten. Hier kommt Nate ins Spiel. Nate ist eine Spenden-App fürs Smartphone, bei der Nutzer beim Entsperren Geld sammeln. Das Beste: Die User selbst müssen dafür kein Geld ausgeben.

Interessierte Knochenmarkspender, die dem kleinen Kerim helfen wollen, sind am kommenden Samstag von 11 bis 16 Uhr im IGMG Ortsverein Moosach herzlich eingeladen.

tz

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