Fasanerietunnel

Polizeihund stöbert Person im Tunnel auf

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Diensthund Herkules hatte am Wochenende viel zu tun.

München - Weil eine Person im Tunnel gemeldet wurde, ist am Sonntag die Strecke der S1 gesperrt worden. Die Bundespolizei rückte mitsamt Diensthund in den Münchner Norden aus und "Herkules" konnte den Verursacher tatsächlich aufstöbern. 

Diensthund Herkules hatte am Wochenende viel zu tun. Nachdem er unter anderem am Samstag geholfen hatte, zwei Graffitisprayer zu fassen, machte er auch bei seinem vierten Einsatz an diesem Wochenende seiner Spürnase alle Ehre.

Wie die Bundespolizei berichtet, ging am Sonntag, 6. März um kurz vor 11 Uhr, die Meldung ein, dass sich eine Person im Fasanerietunnel befinde. Daraufhin wurden die Gleise der Bahnstrecke München - Regensburg und der S1 gesperrt. Die Polizei rückte zu dem rund 500 Meter langen Bahntunnel aus, der unter der B304 (Verlängerung Frankfurter Ring und Ausläufer Rangierbahnhof) verläuft. 

Herkules Diensthundeführer ließ ihn an der nördlichen Tunnelausfahrt nach der Person stöbern. Mittlerweile war bekannt geworden, dass es sich bei der Person um einen Mann handeln solle, der eine gelbe Warnweste, einen Fahrradhelm und ein Fahrrad auf der Schulter trägt. 

Herkules lief in Richtung des Tunnels, auf Höhe der Tunneleinfahrt veränderte der Diensthund sein Verhalten. Die intensivere Suche verriet, dass er eine frische menschliche Geruchsspur aufgenommen hatte. Herkules wendete und lief zu einem Notausstieg, der sich hinter einem Funktionsgebäude der Deutschen Bahn befindet.

Hinter dem Gebäude fanden die Beamten einen Mann, auf den die Beschreibung zutraf. Wegen der markanten Kleidung wurde er eindeutig als der Gesuchte identifiziert. Der Wohnsitzlose 66 Jahre alte Mann haust in der Nähe in einem Matratzenlager, er bestritt allerdings, sich im Gleisbereich aufgehalten zu haben.

Dennoch wurde er wegen der akuten Gefahr durch den Aufenthalt im Tunnel auf der hochfrequentierten Strecke, der betrieblichen Auswirkungen durch die Sperrung der Strecke wurde er mit einem Verwarngeld von 50 Euro belegt. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann bereits des Öfteren durch den Tunnel ging, um damit den Weg abzukürzen. Die Bahn als Besitzer des Geländes veranlasste deshalb die Räumung des Matratzenlagers.

mm/tz

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