Pfui!

Sauerei am Westfriedhof: Firma kippt Müll vor Tor aus

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Ihnen stinkt es: Sylvia Held und Albert Kaiblinger.

München - Ärger am Westfriedhof: Eine Firma kippt ihren Müll einfach vor dem Tor aus. Den benachbarten Gewerbetreibenden stinkts. Wer ist dafür verantwortlich?

Besucher des Westfriedhofs erwartet derzeit ein ekliger Anblick: Am Eingang an der Bodenbreitenstraße liegt seit einigen Tagen ein großer, stinkender Müllberg: Werkzeugkästen, Farb­eimer, zerbrochene Wäscheständer – ein Sammelsurium an Schrott!

Die benachbarten Gewerbetreibenden, Steinmetz Albert Kaiblinger und Gärtnerin Sylvia Held, sind wie die Friedhofsbesucher entsetzt und wollen sich diese Sondermülldeponie in ihrer Straße nicht gefallen lassen.

„Wir geben uns Mühe, dass immer alles ordentlich und ansprechend ausschaut, und dann hortet die Baufirma Müll auf ihrem Grundstück“, sagt Sylvia Held. „Es war da immer chaotisch“, ergänzt Steinmetz Kaiblinger. „Aber so hat es noch nie ausgesehen.“

Der Müllberg liegt erst seit Kurzem an der Straße – bisher war er zumindest in einem Container vor dem Tor verstaut. Doch der Vermieter holte den Container am Wochenende ab – leer. Den Müll kippte er aus.

Angeblich schulde die Baufirma dem Vermieter 3000 Euro für die Entsorgung. „Das hat uns zumindest der Fahrer erzählt“, sagt Kaiblinger. Beim Abkippen kappte dieser eine Leitung – Held und Kaiblingers Geschäfte blieben ein paar Stunden lang ohne Strom. Die Polizei kann nichts gegen den Unrat machen: Privatgrundstück …

Auch das für die Friedhöfe verantwortliche Referat für Gesundheit und Umwelt ist machtlos: „Der Unrat liegt nicht direkt auf dem Friedhofsgelände“, sagte Sprecher Alois Maderspacher der Stadtviertelzeitung Hallo München. „Trotzdem geben wir unser Bestes, dass das bald gesäubert wird.“ So werde versucht, Kontakt mit der Firma und dem Grundstückseigentümer aufzunehmen.

Die Firma selbst war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.

Stefanie França Leite

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