Serie: Das bringt das neue Jahr für den Stadtbezirk

2016 gibt's einen Bauboom in Moosach

Der Moosacher „Stachus“ zwischen Bunzlauer-, Bauberger- und Dachauer Straße blüht auf. Foto: Schlaf

München - Manche Stadtteile würden sich schon über ein einziges derartiges Projekt freuen – Moosach bekommt sie 2016 allesamt: Neue Wohnungen, eine neue Zweigstelle der Volkshochschule, viel bürgerschaftliches Engagement.

Ab Ende 2016 macht Meiller-Kipper Platz für ein neues Wohnquartier in Moosach. Dann beginnt der erste Bauabschnitt für die sogenannten „Meiller-Gärten“. Mit 700 Wohnungen auf rund 80.000 Quadratmetern entsteht damit eines der größten privaten Projekte für den Bau von Mietwohnungen in München. Am Memminger Platz wird anstelle des alten Verwaltungsgebäudes ein 30 Meter hohes Wohnhochhaus errichtet. Zusammen mit der denkmalgeschützten Rathgeber-Villa (Baujahr 1908) soll der neue Wohnturm den Eingang zum neuen Wohngebiet bilden. Neben den fast 700 Wohnungen – von denen ein Drittel geförderte Mietwohnungen sein sollen - sind auch zwei Parks und ein Hotel geplant.

Das Projekt wurde möglich, weil die Industrieflächen nach Angaben von Meiller-Kipper durch neue Produktionstechniken und eine Neustrukturierung der bisher über das Gelände verteilten Bereiche um ein Drittel reduziert wurden: Statt bisher 200 000 Quadratmetern Gesamtfläche braucht das Unternehmen jetzt nur noch 120.000 für die Produktion. Eine komplette Abwanderung konnte so verhindert werden.

Baubeginn fürs Stadtteilzentrum

Auch auf der anderen Seite der S-Bahnlinie wird sich 2016 einiges tun. Ende des Jahres ist auf dem Grundstück Bauberger/Bunzlauerstraße Baubeginn für ein Stadtteilzentrum der Münchner Volkshochschule. Die Vorsitzende des Bezirksausschusses, Johanna Salzhuber (SPD), hofft auf zahlreiche Angebote für alle Moosacher.

Und apropos Kultur und Weiterbildung: Auf Initiative des Moosacher Kulturvereins „Linie 1“ und mit Unterstützung des Bezirksausschusses Moosach wird im Laufe des Jahres ein öffentlicher Bücherschrank am „Moosacher Stachus“, dem Platz an der Kreuzung der Dachauerstraße mit der Baubergerstraße, aufgestellt. Die Bürger können ihre gelesenen Schmöker hineinstellen und andere herausnehmen. Bis jetzt gibt es in München so eine öffentlichen Mini-Bibliothek nur am Nordbad in Schwabing und funktioniert dort nach Angaben der Initiatoren der „Linie 1“ sehr gut. Wie auch in Schwabing soll der Moosacher Schrank ohne Registrierung und ohne irgendwelche Kosten für lesefreudige Moosacher zur Verfügung stehen, egal, ob man entnimmt, einstellt oder tauscht.

Neue Flüchtlingsunterkünfte in der Triebstraße

Bereits Anfang des Jahres werden in der Triebstraße neue Flüchtlingsunterkünfte bezogen. Es handelt sich um Container für 350 Flüchtlinge, die auf einem bis auf Fußballtore unbebautem städtischen Grundstück eine vorübergehende Unterkunft finden sollen. Damit ist auf Anregung des Moosacher Bezirksausschusses (BA) der frühere Standort an der Triebstraße/Ecke Feldmochinger Straße passé. Die soziale Betreuung wird von freien Wohlfahrtsverbänden geleistet. Ein Helferkreis „Miteinander leben in Moosach“ kümmert sich ehrenamtlich um die Bewohner. Derzeit werden Begrüßungspakete aus Spenden geschnürt, die die Flüchtlinge zum Einzug erhalten sollen.

Rebecca Zöller

 

 

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Geheimplan gegen Bettler: Kameras in der Innenstadt
Geheimplan gegen Bettler: Kameras in der Innenstadt
Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage
München - zum 13. Mal in Folge "Beste Stadt Deutschlands"
München - zum 13. Mal in Folge "Beste Stadt Deutschlands"

Kommentare