Viermal zugeschnappt

Stalkende Ex-Frau beißt Polizisten dienstunfähig

München - Trotz Kontaktverbot wollte eine 39-Jährige in die Wohnung ihres Ex-Mannes eindringen. Die hinzugerufenen Polizeibeamten wurden von der Frau regelrecht angefallen, als sie sie in Gewahrsam wollten.

Wie eine Furie muss sich am Sonntagabend eine 39-jährige Frau in Moosach aufgeführt haben. Gegen 20 Uhr versuchte die Frau sich Zugang zur Wohnung ihres Noch-Mannes zu verschaffen. Und das trotz gerichtlichem Kontaktverbot. Der Noch-Ehemann dachte gar nicht daran, die Frau in die Wohnung zu lassen und hielt die Türe verschlossen, berichtet die Münchner Polizei. Als die Dame merkte, dass sie nicht eingelassen werden würde, trat sie mehrmals hintereinander gegen die Wohnungstür. Der 31-jährige Noch-Ehemann griff zum Hörer und rief die Polizei. 

Zwei Polizeibeamte rückten an, um die 39-Jährige auf ihren Verstoß gegen das Kontaktverbot aufmerksam zu machen. Doch auch als die Polizisten einen Platzverweis gegen die randalierende Ehefrau aussprachen, weigerte diese sich, zu gehen. 

Die Beamten, ein Polizist (21) und eine Polizistin (22), wollten daraufhin zu drastischeren Maßnahmen greifen und schickten sich an, die 39-Jährige in Gewahrsam zu nehmen. Daraufhin eskalierte die Situation komplett. 

Die 39-Jährige holte aus und schlug nach der Polizistin. Dann drehte sie sich zu dem 21-jährigen Polizeibeamten und biss zu: Viermal versenkte die 39-Jährige ihre Zähne im Arm des Polizisten. 

Er trug mehrere Biss- und Schürfwunden davon und ist laut Polizei die nächsten Tage nicht dienstfähig. 

Ein Sprecher der Münchner Polizei erklärte auf Nachfrage unserer Onlineredaktion: "Momentan befindet sich die Frau in der Haftanstalt, zum Zwecke des Gewahrsams". Die 39-Jährige habe sich derart aggressiv verhalten und wegen ihres Verstoßes gegen die Auflagen des Gewaltschutzgesetzes, daher sei diese Maßnahme nötig gewesen. 

Noch heute wird die Frau einem Richter vorgeführt - der entscheidet dann, ob sie in Gewahrsam bleibt oder nicht. 

Die Frau muss sich nun wegen mehrerer Vergehen verantworten: Widerstand, Verstoß gegen Auflagen des Gewaltschutzgesetzes und Körperverletzung. 

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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