CSU mit Vorstoß

Sollen U-Bahnen häufiger fahren? So reagiert die MVG

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U-Bahnen sollen noch häufiger fahren - auch am Stachus.

München - Häufigere U-Bahn-Touren fordert die CSU! Selbst nach Mitternacht seien die Bahnen voll besetzt. Die MVG reagiert skeptisch und auch aus der Politik gibt es Gegenstimmen.

Die CSU setzt auf die U-Bahn: Beim Ausbau der U5 bis nach Freiham drückt die Fraktion aufs Tempo, auch eine neue Linie durch die Innenstadt (U9) ist immer wieder Thema. Das reicht noch nicht, sagt Bürgermeister Josef Schmid (46, CSU). Jetzt fordert die Fraktion einen dichteren Takt. Alle zehn Minuten sollen Bahnen fahren. Durchgängig in den Betriebszeiten. Sieben Tage die Woche! Schmid: "Nirgends in München darf die U-Bahn später als nach zehn Minuten kommen."

Laut Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fahren die U-Bahnen nahezu durchgängig mindestens im 10-Minuten-Takt. "Lediglich in Randzeiten ganz in der Früh und nach Mitternacht nicht", sagt Sprecher Matthias Korte. CSU-Fraktions-Vize Manuel Pretzl (40): "Die U-Bahn-Waggons sind mittags und selbst nach Mitternacht überfüllt, weil das Angebot dann schrumpft."

Die MVG soll nun prüfen, wie sich der U-Bahn-Plan umsetzen lässt. Korte ist skeptisch: Bereits jetzt bestehe ein hoher Bedarf, um etwa die Baustellen im Netz zu bedienen. "Hierfür ist das kleine Zeitfenster in der nächtlichen Betriebsruhe schon heute nicht mehr ausreichend."

MVG: "Angebot entspricht weitestgehend den Fahrgastbedürfnissen"

Außerdem: "Wir betreiben regelmäßig Marktforschung und werten kontinuierlich Fahrgastzählungen aus. Von daher ist gewährleistet, dass das Angebot weitestgehend den Fahrgastbedürfnissen und Marktpotenzialen entspricht."

Auch beim roten Kooperationspartner ist man noch nicht überzeugt. SPD-Chef Alexander Reissl (58): "Wir haben doch schon größtenteils einen 10-Minuten-Takt." Außerdem müsse man sich auch fragen, wer das immer alles zahlen soll. Das gibt auch Korte zu bedenken. Zwar ist unklar, was der U-Bahn-Plan kosten soll, neue Fahrer müssten aber wohl eingestellt werden.

Die Verkehrsgesellschaft rechnet jedoch in Zukunft ohnehin mit mehr Ausgaben, um die steigende Nachfrage allein in der Hauptverkehrszeit bewältigen zu können. "Das ist finanziell eine Herausforderung, weil dafür erhebliche und teure Kapazitätserweiterungen auch in der Infrastruktur erforderlich sind", sagt Korte. München brauche jeden Euro, etwa für die Erneuerung des Bestandes und für etwaige Neubauvorhaben: zum Beispiel eine neue Linie U9!

S. Karowski

 

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Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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