Ermittler rätseln immer noch

Explosion: Es war eine schwere Gasflasche

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München - Die Polizei ist auf der Suche nach der Ursache für die Gasexplosion fündig geworden. Eine elf Kilogramm schwere Propangasflasche soll der Auslöser gewesen sein.

Bei der Suche nach den Ursachen für die schwere Gasexplosion von München sind die Ermittler einen Schritt weiter gekommen. Die Detonation in dem Ladengeschäft sei von einer elf Kilogramm schweren Propangasflasche verursacht worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Flasche habe vor der Explosion am Dienstag in der Werkstatt des Schmuckgeschäfts in der Türkenstraße gestanden. Es wird derzeit ermittelt, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt Grund für die Explosion der Gasflasche war.

Der Ladenbesitzer liegt derzeit noch mit Herzproblemen im Krankenhaus. Er war zur Explosionszeit gerade am Absperren seines Geschäfts und wurde durch die Wucht der Explosion auf die Straße geschleudert. Durch die Druckwelle wurde auch die Schaufensterscheibe zerstört. Sieben weitere Personen wurden durch herumfliegende Glassplitter leicht verletzt, Goldschmuck auf der Straße verteilt. Auch benachbarte Häuser und parkende Autos wurden beschädigt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mindestens 200 000 Euro. Nach Angaben von Statikexperten ist das Wohnhaus nicht einsturzgefährdet.

Das Unglück hatte sich Dienstagmittag gegen 13.15 Uhr ereignet. Ein Kellner in einer gegenüberliegenden Bar hörte einen lauten Knall und sah Flammen aus dem Schmuckgeschäft schlagen. Mit einem Feuerlöscher bekämpfte er sofort die Flammen, bevor er die Polizei alarmierte. Der Feuerwehr gelang es, die acht verletzten Personen in Sicherheit zu bringen. Vertreter der Lokalbaukommission begutachteten noch während der Aufräumarbeiten das über dem Laden liegende vierstöckige Wohnhaus. Erst am Nachmittag durften die meisten Bewohner wieder ihre Wohnungen beziehen.

dpa

Bilder vom Einsatzort

Explosion in der Türkenstraße

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