Gefährliche Landeshauptstadt

SPD will die Radler-Schikanen abschaffen

+
Verkehrsführungen wie an der Baustelle am Stachus bringen Radler oft in enorm gefährliche Situationen.

München - München ist angeblich die Hauptstadt für Radfahrer. Doch vor allem gibt es viele gefährliche Orte für eben diese. Dagegen will die SPD nun vorgehen.

Münchens Radler kennen das Problem zur Genüge: Radwege enden oftmals abrupt wegen einer Baustelle. Die Radfahrer müssen dann auf die nicht selten stark befahrenen Straßen ausweichen.

„Radlerinnen und Radler werden scheinbar oft vergessen“, ärgert sich die Rathaus-SPD. Sie bat deshalb gestern das Kreisverwaltungsreferat per Antrag, „die Sicherheit des Radverkehrs an Baustellen zu verbessern, verkehrsrechtliche Anordnungen entsprechend zu erlassen und die Baustelleneinrichtungen dann auch intensiv zu kontrollieren“.

Bei einer Radtour stießen die Stadträte kürzlich gleich auf fünf Problemzonen: An der Donnersberger Brücke mussten sie ihre Radl eine steile Rampe hoch schieben, um weiter zu kommen. Am Stachus, in Berg am Laim, am Westfriedhof und in der Gabelsbergerstraße mussten die Radler auf die Straße ausweichen.

Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der SPD-Fraktion, kritisiert: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Baustellen teilweise erhebliche Hindernisse und zusätzliche Gefahren für Radlerinnen und Radler darstellen.“

Häufig müssten Radler auch hohe Bordsteine oder quer verlaufende Kabel überwinden. Für Radler seien solche Hindernisse im Gegensatz zu Autofahrern kräfteraubend. „Wir bitten das KVR deshalb, bei der Genehmigung von Baustelleneinrichtungen den Radverkehr noch besser in den Blick zu nehmen und die Baustellen dann auch vermehrt zu kontrollieren.“ Ganz oft zeige sich nämlich, dass in der Genehmigung der Baustelleneinrichtung Auflagen für die Führung des Radverkehrs gemacht wurden, diese aber letztlich in der Realität von den ausführenden Firmen schlecht oder gar nicht umgesetzt werden. Messinger: „Das muss sich ändern!“

Karte: Wo München 13 neue Radwege plant

Die tz zeigt auf einer Karte, welche neuen Radwege wo geplant sind.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, teilen Sie ihn mit Ihren Freunden in den sozialen Netzwerken. Nutzen Sie dafür die entsprechenden Symbole.

Melden Sie sich kostenlos für München-WhatsApp-Nachrichten an

München-News per WhatsApp gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten aus München direkt über WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Video: Radlflohmarkt im Münchner Zenith

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare