So wird niemandem geholfen

Krawalle vor dem Asylbewerberheim

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Szenen vom Donnerstag, als Rechtsextreme in Kaltherberg demonstrierten

München - Als ob sich die Anwohner nicht schon genügend über die Probleme ärgern, die es an der Bayernkaserne gibt, und die Stadt sowie der Staat nicht alles versuchen würden, die Situation zu entspannen – jetzt werden die Bürger rund um das Asylbewerberheim auch noch Opfer von Krawall-Demos.

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche rief Stadtrat und NPD-Mann Karl Richter zu einer Demonstration gegen das Erstaufnahmelager für Asylbewerber auf. Wie schon beim ersten Mal kamen auch am vergangenen Donnerstag 120 Vertreter des Stadtrates, Anwohner und junge Gegendemonstranten aus dem autonomen Milieu zusammen, um den Rechten zu zeigen, dass sie nicht willkommen sind.

Dabei kam es zu Handgemengen zwischen Polizei und Gegendemonstranten von denen einige fotografierten, was die Polizei für unangemessen hielt.

Richter scheint es zu genießen, wenn er mit vier Mitstreitern seine Hetzparolen gegen Flüchtlinge loswerden kann und einem Vielfachen an Gegendemonstranten und Polizisten gegenübersteht. Er hat schon wieder vier Demonstrationen für diese Woche an der Bayernkaserne angemeldet, die wieder Gegenprotest provozieren werden. Helfen tut Richter damit niemand: Den Anwohnern nicht, den Asylbewerbern sowieso nicht.

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Johannes Welte

Johannes Welte

E-Mail:Johannes.Welte@tz.de

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