Mauschelei-Vorwürfe

Nach GWG-Ärger: Auch sie sind Mieter bei der Stadt

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Auch Beatrix Zurek wohnt in einer städtischen Wohnung - mit Mann und drei Kindern.

München - Nach den Vorwürfen der Mauschelei bei der Wohnungsvergabe bei der städtischen GEWG haben sich weitere Stadträte bekannt, Mieter bei der Stadt zu sein, allerdings mitsamt ihren Familien.

Ist es verwerflich, als städtischer Amts- und Würdenträger in einer Mietwohnung zu leben, die einem städtischen Unternehmen gehört? Im Rechnungsprüfungsausschuss des Rathauses wurde die Vergabe von Wohnungen der städtischen GWG an deren technischen Vorstand Hans- Otto Kraus sowie an Bayernpartei-Stadtrat Mario Schmidbauer moniert. Beide leben dort mit ihren Ehefrauen. Es handelt sich um frei finanzierte Wohnungen in einem sanierten Block in der Au, die für 12,50 Euro pro Quadratmeter kalt vermietet werden.

FDP-Stadtrat Michael Mattar sprach von „Mauschelei“. Am Mittwoch bekannten sich noch zwei Stadträtinnen als städtische Mieter: Grünen-Fraktionschefin Gülseren Demirel wohnt seit 2009 in einer sanierten GWG-Altbauwohnung im Glockenbachviertel mit 88 Quadratmetern, der Quadratmeterpreis: 14 Euro. Als die dreiköpfige Familie 2009 einzog, wurde das Haus vom Kommunalreferat verwaltet, es wechselte dann in den Zuständigkeitsbereich der GWG.

Auch Beatrix Zurek, SPD-Rathausfraktionsvize, designierte Schulreferentin und Landesvorsitzende des Mieterbunds, wohnt seit 2010 zur Miete bei der zur städtischen Gewofag gehörenden Heimag – mit ihrem Mann und drei Kindern in einer 4,5-Zimmer- Wohnung. „Frau Zurek hatte sich damals bei der Heimag um die freifinanzierte Wohnung beworben“, lässt sie über die Pressestelle der Rathaus- SPD ausrichten.

Johannes Welte

Johannes Welte

E-Mail:Johannes.Welte@tz.de

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