Über Nacht berühmt geworden

Polizeisprecher hat jetzt eine eigene Fanseite auf Facebook

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Schießerei in München

München - Millionen TV-Zuschauer sahen seine Statements am Freitagabend. Unermüdlich informierte er über die Polizeiarbeit bis in die tiefe Nacht: Pressesprecher Marcus da Gloria Martins ist plötzlich ein "Star im Netz"! 

Das Social-Media-Team des Polizeipräsidiums München wird nach der Amoknacht mit Lob überschüttet. Mehrsprachig, transparent und aktuell informierte die Polizei über Twitter. Besonders Pressesprecher Marcus da Gloria Martins wird für seine besonnene Art vor den TV-Kameras von Politikern, Medienvertretern und im Netz gewürdigt. Für DIE WELT war der der ""Der ruhende Pol im Münchner Chaos."

Wer ist der Mann, der über Nacht berühmt wurde? 

Marcus da Gloria Martins ist 43 Jahre alt und erst seit Oktober 2015 Pressesprecher, zuvor war er Chef der Münchner Verkehrspolizei. Als die ersten Notrufe eintrafen, hatte der Beamte eigentlich schon Feierabend und war bei seinen zwei Kindern. 

Als Polizist ausgebildet wurde da Gloria Martins in Köln, dort begann er seine Karriere 1993 als Beamter im mittleren Dienst. Von 2001 bis 2003 studierte er an der Fachhochschule Köln und machte seinen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt. Daraufhin stieg er in den gehobenen Dienst auf und wechselte 2005 zum Polizeipräsidium München. 

Fanseite auf Facebook wächst rasant

Im Netz wird der Pressesprecher für seine Gelassenheit und seinen trockenen Humor gefeiert, mit dem er auf die bohrenden Interviewfragen reagierte.  Auf all das Lob angesprochen, reagierte der Polizist auf seine ihm typische Art: "Mir bleibt ja nichts anderes übrig!"

Eine Fanseite auf Facebook, die am späten Freitagabend gegründet wurde, würdigt diese professionelle Leistung. Binnen weniger Stunden hat sie bereits über 30.000 Fans zusammen (Stand 15 Uhr, 23. Juli). Tendenz weiter stark steigend. Der Seitenersteller schrieb zur Erklärung: "Fanseite für den Pressesprecher der Münchner Polizei. Er bewahrte am 22.7.2016 einen kühlen Kopf, informierte präzise und souverän."

So lobt Twitter den Polizeisprecher

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Kommentare

Ann
(0)(0)

keineswegs Entschuldige ich die Tat, doch heute in der TZ lesen wir das dieser Junge Mann durch seine Schulzeit nur gemobt und gehänselt wurde, kann man sich vorstellen jeden Tag mit Angst in die zu Schule gehen? niemanden davon erzählen zu können? Die Lehrer sehen zu ohne zu reagieren weil es ihnen Egal ist und sie dafür nicht zuständig sind. Wie lange dauert es bis man Haß verspührt? Hier gibt es mehrere schuldige nicht nur einen wen so ein junger Mensch zu einer solchen Tat fähig ist.

Tinia
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Er hat prima reagiert - mit Ruhe und Geduld . Bewundernswert vor allem auch in Hinsicht auf die wirklich - teilweise- mal wieder zig mal wiederholten dummen Fragen der Journalisten, unter denen einige ganz einfach nicht zuhören können,Da hatte er eine Frage beantwortet um keine 2 Minuten später die gleiche intelligente nochmals beantorten zu dürfen. Also wirklich top auch da man gemerkt hat dass er selbst schon genug hatte....
Also Respekt und Hut ab vor solch einer Leistung !

mucAntwort
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sorry Renate, aber jetzt ist wirklich genug mit Deiner Kritik an der Polizei!