Unsere Leser sprechen Machtwort

Demo zum G7-Gipfel: Ich protestiere, weil ...

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Gabriele Schimmer-Göresz aus Osterberg (Bundesvorsitzende der ÖDP): "Ich möchte mit tausenden verantwortlich denkender Menschen ein Zeichen setzen. Wir können die Politik der G7 nicht gut heißen. Der Aufwand für den Gipfel ist völlig überzogen und für die größten Probleme der Weltgemeinschaft wird er keine Lösung bieten. Die Politik der G7-Staaten ebnet den Weg von einer neoliberalen zu einer neofeudalen Wirtschaftspolitik. Aufrüstung und Krieg, Ausgrenzung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden gehen damit einher. Widerstand wird hier zur Pflicht. Fairhandel statt Freihandel!"
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Martin Glöckner aus München: "Ich demonstriere gemeinsam mit anderen Akteuren von Green City vor allem gegen die Politik von Angela Merkel, weil sie als selbsternannte "Klimakanzlerin" nichts Substantielles zum Klimaschutz beigetragen hat. Trotz großer Ziele sind die deutschen CO2-Ausstöße in den letzten Jahren gestiegen. Das muss sich ändern!"
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Anke Schmidt, Studentin, Passau: "In Indien wurde den Bauern vom Saatguthersteller Monsanto versprochen, dass sie viel billiger produzieren können. Alles gelogen! Ich möchte regionale Produkte, kein Monsanto."
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Vivian Maria Knigge (63), Pastorin a.D. aus Flintsbach: "Wir werden entmündigt durch ein Freihandelsabkommen, das keiner möchte. Die Aktenberge zu TTIP werden von den EU-Abgeordneten doch gar nicht gelesen. Wenn TTIP wirksam wird, verklagen Konzerne Staaten auf Milliarden."
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Heinz Staudacher (73), Ingenieur, Trudering: "Eine Riege von vorwiegend Männern, die sich einschließt und bestimmt, wo der Rest der Welt langzugehen hat. Das kann nicht in Ordnung sein. Das erinnert an die Kolonialzeit. Politiker müssen lernen, dass man bei Konflikten nicht immer die militärische Karte ziehen darf."
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Natascha Belger, Sozialpädagogin, Giesing: "Ich denke global, aber handle regional. Deshalb ist es mir wichtig zu wissen, was ich esse und woher es kommt. Niemand will genmanipuliertes Essen. Wenn TTIP kommt, fallen viele Kennzeichnungspflichten bei Lebensmitteln weg."
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Johanna Martin (69), Rentnerin aus West-Schwabing: "Ich bin nicht für Putin, aber ich bin für Russland. Es gibt keinen Frieden mit Russland ohne Putin. Dieser sinnlose Gipfel ist ein Luxus, den wir zahlen müssen. Wir haben andere Probleme, die man mit diesem Geld lösen könnte."
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Monika Kepurra (63), Rentnerin, München: "Ich bin nicht gegen G7, sondern appelliere an die Politiker: Verhandelt öffentlich über TTIP. Lasst euch Zeit. Es entsteht der Eindruck, dass ein Gesetzeswerk erschaffen wird, das den Investorenschutz ausbaut und den Verbraucherschutz schwächt."

München - Es war die Mega-Demo des Jahres: 37.000 Menschen sind an Fronleichnam in München auf die Straße gegangen. Unsere Leser erzählen, warum sie gegen den G7-Gipfel 2015 demonstrieren.

"Warum protestieren Sie?" Diese Frage stellte die tz den Demonstranten, die an Fronleichnam gegen den G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau auf die Straße gingen. Wir veröffentlichen die Leser-Stimmen - und geben damit den Demonstranten eine Stimme.

Machen Sie mit:

Schicken Sie uns ein Foto von sich mit ihrem Namen, Alter und Wohnort und schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, warum Sie am Donnerstag friedlich mitdemonstrierten gegen den G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau.

Tipp: Werden Sie konkret. Statt: „Weil ich gegen TTIP bin“, besser „Weil ich nicht möchte, dass mein tägliches Honigbrot durch Gentechnik verunreinigt wird.“

dor

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