Wohnungsnot in München

Gibt es hier den Obelisk im Luitpoldpark zu kaufen?

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Mit diesem Bild wirbt eine Immobilienfirma für eine Wohnung in München.

München - Die Wohnungsknappheit in der bayerischen Hauptstadt ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch das jetzt eine Immobilienfirma mit einem Münchner Baudenkmal wirbt, erscheint trotzdem absurd.

Jüngst berichtete der Merkur darüber, dass beim Neubau-Projekt Schwabinger Tor der Quadratmeter bis zu 40 Euro kostet. Ein Wahnsinn! Zwar handelt es sich dabei um eine Penthouse-Wohnung über den Dächern von München - doch trotzdem wirkt die Kaltmiete von 3660 Euro für 92 Quadratmeter absurd hoch. „Wenn ein Investor 20.000 Euro pro Quadratmeter ausgibt, muss der ja quasi schon 40 Euro Miete verlangen, um wenigstens ein bisschen Rendite zu bekommen“, begründete Rudolf Stürzer, Chef des Haus- und Grundbesitzervereins, die horrende Miete.

Da erscheint das neueste Angebot eines Immobilienunternehmens im Internet schon eher erschwinglich: 399.000 Euro für 79 Quadratmeter im Schwabinger Westen. Und auf den ersten Blick ist die Lage wirklich einzigartig. Das Bild der Anzeige zeigt nämlich den Obelisken in der Mitte des Luitpoldparks. Umringt von 90 Linden wurde das Denkmal für Prinzregent Luitpold 1911 - anlässlich seines 90. Geburtstags - errichtet. Doch ließt man die Anzeige dann im Ganzen, löst sich der Traum von einer Wohnung, inmitten des Parkgeländes, schnell in Wohlgefallen auf; denn die Wohnung liegt lediglich in der Nähe des Luitpoldparks. Doch etwas befremdlich wirkt es trotzdem: Außer dem Obelisken ist kein anderes Bild in der Anzeige zu finden. Aber auch wenn mann für knapp 400.000 Euro kein Denkmal erwerben kann, so gibt es zumindest zwei Zimmer, Küche, Bad und Diele. Und damit muss man sich als Münchner heutzutage schon zufriedengeben.

Patrick Steinke

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