Wir helfen durch den Anmelde-Dschungel

7 wertvolle Tipps für die Kita-Platz-Suche in München

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Plätze in den Kindertageseinrichtungen der Stadt sind heiß begehrt. Die Anmeldung läuft für die meisten inzwischen über den „Kita-Finder“.

München - Für viele Eltern ist die Kita-Anmeldung in München Stress pur. Jetzt geht der Kampf um Plätze in die nächste Runde. Wir haben Tipps gesammelt. 

Der Kampf um Kita-Plätze geht in die nächste Runde. Bis April müssen sich Eltern, die für ihren Nachwuchs ab September 2017 einen Krippen-, Kindergarten- oder Hortplatz brauchen, anmelden. Obwohl es mit dem „Kita-Finder+“ ein zentrales Anmeldesystem gibt, fühlen sich viele überfordert. Hier eine Hilfestellung: 

1. Anmeldezeitpunkt: Vor wenigen Jahren noch war es keine Seltenheit, dass werdende Mütter nur ein paar Tage nach einem positiven Schwangerschaftstest loszogen, um den Nachwuchs schon bei den Krippen in der Umgebung für die Betreuung ab dem 2. Lebensjahr anzumelden. Heute ist das nicht mehr nötig. Wann sich Eltern im Kita-Finder für einen Platz anmelden, spielt für die Vergabe keine Rolle mehr. Wichtig ist nur: Wer im September eines Jahres einen Platz benötigt, darf den entsprechenden Stichtag im April desselben Jahres nicht verpassen. Für das kommende Jahr ist das der 5. April 2017. Alle bis dahin eingegangenen Anmeldungen werden gleich behandelt.

Eltern, die während des laufenden Krippen- oder Kindergartenjahres einen Platz suchen, können dies auch online machen, ihnen wird aber empfohlen, sich direkt an die Elternberatungsstelle des Bildungsreferates (siehe 7) zu wenden. Denn: Unter dem Jahr werden erfahrungsgemäß nur wenige Plätze frei.

2. Wo für welche Einrichtungen anmelden: Im Online-System des Kita-Finders sind alle 1360 Münchner Kindertageseinrichtungen – Krippen, Kindergärten, Horte, Häuser für Kinder und Tagesheime – registriert. Online anmelden können sich Eltern inzwischen für 920 davon – das sind etwa 80 Prozent. Auch für vereinzelte der von Eltern organisierten Mittagsbetreuungen für Grundschüler kann man sich ab sofort online anmelden. Weitere sollen folgen. Für die restlichen etwa 20 Prozent der Kinderbetreuungseinrichtungen muss man sich für die Anmeldung direkt mit der Kita in Verbindung setzen.

Nicht vergessen sollten Eltern auch die Möglichkeit, das Kind von einerTagesmutteroder in einerGroßtagespflege betreuen zu lassen. 2017 sollen auch diese Angebote in den Kita-Finder kommen.

3. Was bedeutet Anmeldung? Über die Internetadresse www.muenchen.de/kita gelangt man zum Anmeldesystem. Hier legt man unter dem Stichwort „Mein Bereich“ ein Elternkonto an. Dann kann man nach verschiedenen Kriterien Einrichtungen suchen, diese auswählen und das Kind in mehreren Einrichtungen anmelden. Das Ampelsystem zeigt auf einen Blick, wie es um die Platzsituation der jeweiligen Einrichtung für die Altersgruppe des Kindes und das gewünschte Eintrittsdatum steht. Zudem gibt es für jede Kita Informationen zu den pädagogischen Schwerpunkten, den Öffnungszeiten und den Gebühren.

Eltern können ihr Kind pro Vormerkvorgang für bis zu sieben Einrichtungen anmelden. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Das Bildungsreferat bittet Eltern aber, nur Kitas auszuwählen, in denen sie einen Platz dann auch sicher annehmen.

Alternativ ist weiter die Anmeldung direkt vor Ort in der Einrichtung möglich. Wer sein Kind in mehreren Kitas anmelden will, muss aber jede einzeln aufsuchen – meist ist eine Vormerkung immer am selben Wochentag möglich, Genaues kann man telefonisch bei der Einrichtung erfragen.

4. Wichtig: Trotz der komfortablen und zeitsparenden Möglichkeit, Kinder über den Kita-Finder online vorzumerken, empfiehlt das Bildungsreferat, vor der Online-Anmeldung mit den infrage kommenden Kindertageseinrichtungen persönlich in Kontakt zu treten, diese zu besichtigen, mit dem Betreuungspersonal zu sprechen und sich das pädagogische Konzept vorstellen zu lassen. Hierzu bieten die Einrichtungen Sprechstunden und Tage der offenen Tür an.

Ein persönlicher Besuch habe aber bei den Einrichtungen, die ihre Plätze nach städtischer Satzung belegen, „keinerlei Auswirkungen auf die Belegung freier Plätze“, wie das Bildungsreferat betont.

Die Plätze werden nach den geltenden Regelungen des jeweiligen Trägers vergeben. Dabei spielt die Dringlichkeit eine Rolle, also etwa, ob ein besonderer Förderbedarf bei dem Kind besteht, ob beide Eltern Vollzeit berufstätig sind. Aber etwa auch das Alter und Geschlecht des Kindes werden bei der Gruppenzusammenstellung berücksichtigt.

5.Was passiert nach der Anmeldung? Zusagen für das im September beginnende Kita-Jahr erfolgen ab dem 6. April 2017 – per Post und als Nachricht im Elternpostfach des Kita-Finders.

Wer eine Zusage bekommen hat, hat derzeit noch17 Tage Zeit, diese anzunehmen – über das Postfach im Kita-Finder oder im direkten Kontakt mit der Einrichtung. Alle weiteren Anmeldungen verfallen mit der Annahme eines Platzangebots. 2017 werde die Annahmefrist von 17 Tagen, die die meisten Eltern ausreizen, aller Wahrscheinlichkeit nach verkürzt, kündigt eine Sprecherin des Bildungsreferats an. Denn: „Für die noch nicht versorgten Familien entstehen so lange Wartezeiten.“

6. Wenn keine Zusage kommt: Bekommt ein Kind von keiner Einrichtung eine Zusage für das im September beginnende Kita-Jahr, erhalten die Eltern – voraussichtlich im Juni – einen Infobrief vom Bildungsreferat. Hier wird auf noch freie Plätze hingewiesen und die Unterstützung durch die Elternberatungsstelle angeboten.

7. Persönliche Beratung: Wer Fragen oder Probleme hat, kann sich zu jedem Zeitpunkt bei den Elternberatungsstellen der Stadt melden. Für den Kita-Bereich ist diese unter der Telefonnummer 089/ 23 39 67 71 oder per Mail an kita-eltern@muenchen.de für die Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermins zu erreichen. Die Elternberatungsstelle für den Grundschulbereich ist unter der Telefonnummer 089/23 39 67 74 zu erreichen.

Lesen Sie aus dem vergangenen Jahr einen Gastbeitrag einer Mutter zu genau diesem Thema. Titel: "Die Kita-Suche macht mich fertig."

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