Callboy täuscht Entführung vor - hohe Strafe

München - Weil ein Pornodarsteller und Callboy seine eigene Entführung vorgetäuscht hat, sind er und seine Komplizen zu hohen Strafen verurteilt worden. Wie der "Entführte" mit sich handeln ließ:

Eine vorgetäuschte Entführung, mit dem ein Biochemiker erpresst werden sollte, ist vom Münchner Landgericht mit hohen Strafen geahndet worden. Der Initiator Bohumil H. (23), Geliebter des 23 Jahre älteren Opfers Bernd S., wurde zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, sein alter Freund Petr Ho. (22) zu sechs Jahren. Für Pavel J. (30), der in der Farce eine Nebenrolle spielte, gab es zweieinhalb Jahre Haft.

Der Hauptangeklagte, Pornodarsteller und Callboy, hatte sich zum Schein von seinem Freund Petr Ho. und einem zunächst unbekannten Mittäter entführen lassen. Sein Liebhaber sollte eine Million Euro Lösegeld zahlen, konnte die Täter später aber auf 67.000 Euro herunter handeln.

Zur Abholung der zweiten Rate kam der „Entführte“ persönlich mit Pavel J. in die Wohnung des Biochemikers, wo auch schon die Polizei wartete. In der Verhandlung hat Bohumil H. (Anwalt Peter Pospisil) den noch nicht ermittelten Mittäter genannt, das wirkte sich günstig auf seine Strafe aus. Sein Freund Petr Ho. bekam im Vergleich eine hohe Strafe aufgebrummt, sein Verteidiger Peter Guttmann hat deshalb Revision angekündigt.

sl

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