Stadträtin schlägt vor

Sportunterricht schon bald auf dem Schuldach?

München - In München wird's schön langsam eng. Immer mehr Menschen ziehen in die Landeshauptstadt. Baut die Stadt neue Sporthallen daher schon bald auf Schuldächer, um Platz zu sparen?

In Zeiten von städtischen Platzmangel prescht Stadträtin Sabine Krieger (Grüne) mit einem zugegebenermaßen ausgefallen Vorschlag vor. Die Stadtverwaltung solle bei jedem Schulneubau in der Landeshauptstadt prüfen, ob es nicht möglich wäre, die Sporthalle oder eine Sportfläche auf dem Dach der jeweiligen Schule zu errichten. Sporteln die Münchner Schüler bald also schon über den Dächern der Stadt? 

Einen Vorteil hätte das Ganze immerhin. Mit dieser Maßnahme, so betont Krieger in einer Pressemitteilung, könnte die Stadt Platz sparen: „Angesichts der Flächenknappheit und der rasch wachsenden Bevölkerung Münchens wäre es fahrlässig, die Dachflächen nicht so gut wie möglich zu nutzen.“

Eine Schule, auf deren Dach schon bald gesportelt werden könnte, hat die Grünen-Stadträtin auch schon im Blick: das Thomas-Mann-Gymnasium in Forstenried. Dessen zwei Sporthallen sind fast 50 Jahre alt und müssen dringend renoviert werden. Die Sanierung aber, so Krieger, "würde das logistische Problem nicht lösen, den Sportunterricht in diesen zwei alten Hallen unterzubringen." Der Neubau einer modernen Dreifachturnhalle sei daher weitaus sinnvoller - gerne auch auf dem Dach der Schule. Inwieweit das Vorhaben allerdings möglich ist, hängt selbstverständlich von der Statik des Schulgebäudes ab.

fp

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