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Millionen-Programm: So will die Stadt mehr Kitas bauen

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Rund 300 Millionen Euro sollen in Kitas gesteckt werden.

München - Die Stadt baut die Kitas. Denn aktuell ist die Versorgung der Kleinen nicht wirklich gesichert. Mehrere hundert Millionen Euro sollen investiert werden.

München wächst - und zwar nach! Im Vorjahr zählte die Stadt 17.143 Geburten und 86.054 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Bereits 2020 sollen es 93.700 sein. Nicht nur, dass junge Familien Wohnraum benötigen: Es braucht auch Plätze für die Betreuung. Das Schulreferat will daher weiter groß für die Kleinen bauen.

Grafik mit allen Stadtteilen.

Stand: Trotz steigender Nachfrage wächst der Versorgungsgrad, im Krippenbereich (Kinder von null bis drei Jahren) gibt es 837 Plätze mehr als 2015, insgesamt 21.089. Das entspricht einem Versorgungsgrad von 45 Prozent. Für Kindergartenkinder sogar 1128 Plätze mehr - insgesamt 43.196 (93 Prozent).

Nun aber sollen bis Jahresende abermals 29 Kitas mit 79 Krippen-, 51 Kindergarten- und elf Hortgruppen hinzukommen. Das sind weitere 2498 Plätze. Nächstes Jahr sind 2559 geplant, verteilt auf 31 Kitas mit 82 Krippen-, 55 Kindergarten- und acht Hortgruppen). "Wir bauen weiter wie die Weltmeister", sagte Bürgermeisterin Christine Strobl (55, SPD) bei einem Pressegespräch. Allerdings kostet das auch: Zwischen 2015 und 2019 sind Haushaltsmittel von rund 300 Millionen Euro verplant.

Rund 200 unbesetzte Stellen für Kinderpflegerinnen

Kinder in einer Kindertagesstätte.

Sorgen gibt es indes ums Personal: 3282 Erzieherinnen und 1675 Kinderpflegerinnen arbeiten bei der Stadt. Es gibt aber noch rund 200 unbesetzte Stellen. Die Stadt will auch da weiter gegensteuern, etwa durch Kooperationen mit dem Ausland. In Spanien gibt es beispielsweise einen Überschuss an gut ausgebildeten Fachkräften. Außerdem will die Stadt für weitere 100.000 Euro im Jahr verstärkt für das Berufsbild werben, etwa über soziale Medien oder durch Präsenz auf Messen.

Das trägt bereits Früchte: Seit 2012 ist die Zahl der Bewerbungen deutlich gestiegen - von 559 auf 674 im Jahr 2015.

Und dennoch: Ausreichend ist das alles noch bei Weitem nicht. In den Stadtvierteln gibt es eklatante Unterschiede bei den Versorgungsgraden.

Sascha Karowski

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