Trost nach ihrer letzten Facebook-Nachricht

Liebe Botschaften für todkranke Nina: "Du bist so stark"

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Nina und Karl-Heinz Zacher sind die Wirte von der Emmeramsmühle und sind seit 22 Jahren ein Paar. Die todkranke Nina hat ihre letzten Kräfte zusammengenommen, um auf Facebook eine letzte Botschaft zu posten.

München - Seit Wochen verfolgen Menschen in Deutschland die Facebook-Botschaften der todkranken Nina Zacher. Sie hat ihre letzte geschrieben - und bekommt herzliche Nachrichten zurück.

Nina Zacher leidet an der unheilbaren Krankheit ALS. Ihre Muskeln sind verkümmert, die Gelenke sind erstarrt, der Körper krampft. Sie hat sich angestrengt, um mit einem augengesteuerten Computer ihre vermutlich letzte Facebook-Nachricht zu schreiben. "Ich bin nur noch ein Schatten dessen, was und wer ich einmal war, und mit nur noch knapp 35 Kilo auf 1,78 Meter mehr tot als lebendig." Sie beschreibt, dass sie nicht einmal mehr schreiben könne. "Ich bin verzweifelt, leide aber an solcher Atemnot, dass ich mir – um nicht Panik zu bekommen – Tränen nicht erlauben darf."

Solche ehrlichen Worte lassen niemanden unberührt. Nina Zachers Facebook-Post wurde seit Samstagabend mehr als 3900 Mal geteilt, mehr als 12.500 Mal geliked (Stand: 12. April, 10.30 Uhr). Darunter stehen Kommentare, die beim Lesen eine Gänsehaut bereiten. Es sind wundervolle Botschaften von Menschen, die Nina Zacher nicht persönlich kennen, aber an sie denken. Es sind Fremde, die einen Kloß im Hals spüren, als sie versuchen, die richtigen Worte zu finden. Es sind auch Freunde von Nina Zacher, die tröstende Worte dalassen.

Nina Zachers starke Worte haben das Leben fremder Menschen bereichert

Tanja schreibt der 46-jährigen Nina Zacher: "Auch wenn du leider nicht mehr sprechen und fast nicht mehr schreiben kannst, hast du so vieles gesagt und geschrieben, was ich nie vergessen werde. Durch dich sehe ich vieles anders und habe einiges in meinem Leben verändert." Tina wünscht sich, der todkranken Nina "die Hälfte deiner Schmerzen abnehmen" zu können.

Silke fällt es "unglaublich schwer", der an ALS erkrankten Nina Zacher auf Wiedersehen zu sagen. "Ich bin so unsagbar traurig, dich hier zu verlieren, aber in meinem Herzen und in meinen Gedanken wirst du immer sein und ich werde mit aller Kraft versuchen, die Menschen weiter über diese schreckliche Krankheit aufzuklären." Angelika erinnert sich an eine Begegnung mit Nina: "Du hast zu mir bei unserem ersten Treffen gesagt, 'vielleicht gibt es etwas, das du von mir lernen kannst' und ich möchte dir sagen, ich habe sehr viel von dir gelernt! Du bist eine sehr starke und tapfere Frau!"

Liebe Botschaften auch unter unserem Artikel über Nina Zacher

Auch auf unseren Facebook-Seiten tz München und Merkur.de haben Menschen rührende Kommentare gepostet. "Seit dem Bericht im Merkur verfolge ich ihre Nachrichten und es packt mich so dermaßen, dass man nichts für sie (und all die anderen, die an der gleichen Krankheit leiden) tun kann. Und obwohl ich Nina nicht persönlich kenne, sind meine Gedanken so oft bei ihr. Ich wünschte nur, ich könnte irgendetwas für sie tun."  

Mehrere deutsche Medien haben über das Schicksal der Münchnerin Nina Zacher berichtet.

Video: Ice Bucket Challenge - kaltes Wasser gegen ALS

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sah/min

Miriam Sahli-Fülbeck

Miriam Sahli-Fülbeck

E-Mail:miriam.sahli@merkur.de

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