Dreiste Diebe an der Wohnungstür

So unterscheidet man echte Telekom-Techniker von Betrügern

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Ein echter Telekom-Techniker arbeitet an einem Schaltkasten. Wir erklären, woran man Betrugsversuche erkennt.

München - Die Masche ist perfide, vor allem Rentner fallen ihr zum Opfer: Falsche Handwerker verschaffen sich mit Vorwänden Zugang zu Privatwohnungen, um an Bargeld und Wertgegenstände zu kommen. Wir erklären, wie sich Verbraucher schützen können.

Eines Abends läutet es bei Gabriele T. (81) und ihrem pflegebedürftigen Mann (88). Vor der Tür stehen zwei gepflegte, freundliche Telekom-Techniker, die angeblich einer Störungsmeldung aus dem Hause nachgehen müssen. Gabriele T. sagt: „Sie kommen gerade etwas ungelegen.“ Da antworten die Männer höflich, aber bestimmt: „Dann haben Sie ab 20 Uhr kein Fernsehen und Telefon mehr.“ Gabriele T. erschrickt: Schon allein wegen ihres pflegebedürftigen Mannes braucht sie immer ein funktionierendes Telefon.

Die  Männer haben sie überrumpelt. Gabriele T. lässt die vermeintlichen Techniker in ihre Wohnung. Während einer die Seniorin ablenkt, entwendet der andere Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren hunderttausend Euro. Der Wert des Diebesguts macht den Fall besonders gravierend, es ist jedoch keineswegs der einzige.

Die Telekom gibt Tipps

Darum reagiert nun die Telekom, als deren Mitarbeiter sich mehrere Betrüger ausgegeben haben. Auf Anfrage unserer Online-Redaktion erläutert ein Sprecher, anhand welcher Kriterien man echte Telekom-Techniker erkennt.

„Telekom-Techniker erscheinen niemals unangekündigt, sondern immer nach Terminabsprache“, heißt es in der Erklärung. Steht also plötzlich jemand vor der Tür, der völlig überraschend Ihren Hausanschluss oder die Telefontechnik überprüfen will, ist das ein gewichtiger Grund, misstrauisch zu werden. 

Zudem, erklärt der Konzernsprecher, könne man die Telekom-Techniker bereits an ihrem Äußeren erkennen: „Sie haben einen Dienstausweis und Dienstkleidung." Diese Erkennungszeichen sind Hürden, die es Betrügern erschweren, sich als Mitarbeiter des Rosa Riesen auszugeben.

Sollte ein Mitarbeiter einer Fremdfirma im Auftrag der Telekom klingeln, können sich Betroffene ebenfalls von deren Legitimität überzeugen: „Falls es Mitarbeiter eines Subunternehmens sind, haben sie ein Beglaubigungsschreiben mit Rückrufnummer bei sich“, erklärt der Sprecher. Wissen die Telekom-Mitarbeiter unter besagter Nummer nichts von dem Auftrag, ist es gut möglich, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Grundsätzlich gilt: Überraschenden Besuchern besser misstrauen

Diese Tipps gelten natürlich nicht nur für Telekom-Techniker. Prinzipiell ist Misstrauen angebracht, wenn unangekündigte Besucher in die Wohnung gelassen werden wollen. Im Zweifelsfall hilft die telefonische Nachfrage bei dem angeblichen Auftraggeber, sei es ein Telefon-, Strom- oder sonstiger Anbieter, bevor man Fremde in die Wohnung lässt.

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