Kulturelle Einrichtungen

Theater, Zoo und Co: So viel Geld fließt von der Stadt

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Weiße Zuschauermagneten: Dank der Eisbären strömen die Tierfreunde in Scharen in den Tierpark.

München - Die Stadt München ist auch wegen des kulturellen Angebots bei Touristen äußerst beliebt. Doch um Theater oder Tierpark weiter schmackhaft zu machen, fließt viel Geld.

Was wäre München ohne sein breites kulturelles Angebot, das für jeden etwas bietet? Die Stadt lässt sich jedes Jahr Theater und Museen und Bildungseinrichtungen ein Vermögen kosten. Der Gewinn lässt sich nicht in Zahlen messen - doch für die Bürger sind kulturelle Einrichtungen unverzichtbar, und auch der Tourismus profitiert enorm. Am Freitag erklärte Stadtkämmerer Ernst Wolowicz (SPD), wie sich die Bezuschussung der Einrichtungen entwickelt hat.

Das Volkstheater.

So konnte das Deutsche Theater erfreuliche Zahlen vorlegen: Waren im Jahr 2013 nur 52.165 Zuschauer in die Vorstellungen der Musical-Bühne gekommen, waren es ein Jahr später 287.193 Gäste. Das erklärt Wolowicz damit, dass die Bühne 2013 noch umgebaut wurde und in einem Zelt logierte und erst 2014 wieder das Stammhaus an der Schwanthalerstraße zur Verfügung stand.

Die Zuschüsse für den Betrieb halbierten sich auf 1,5 Millionen Euro. Somit musste die Eintrittskarte nur mit 5,34 Euro subventioniert werden. Im Vorjahr war es noch mehr als das Zehnfache! Der teure Umbau des Theaters (94 Mio. Euro) wird hier nicht mit gerechnet.

Tierpark profitiert von Eisbärenbabys

Im Tierpark Hellabrunn sorgten die beiden Eisbärenbabys 2014 Nela und Nobby für einen immensen Besucheransturm. 1,7 Millionen Tierfreunden im Jahr 2013 standen 2014 sage und schreibe 2,2 Millionen Zoobesucher gegenüber. Die Stadt bezuschusste den Betrieb des Tierparks mit 2,2 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 2,08 Millionen. Das sorgte bei Tierpark glatt für einen Deckungsgrad von 117,3 Prozent!

Das Münchner Stadtmuseum.

Das überschüssige Geld darf der Zoo behalten, um Geld für wichtige Investitionen auf die Kante zu legen, die dort anstehen. Weniger gut lief es im Stadtmuseum, wo 2014 nur 141.261 Besucher kamen, ein Jahr zuvor waren es 192.814 Gäste gewesen.

Ernst Wolowicz erklärt es sich durch gefragte Sonderausstellungen im Jahr 2013. Der Zuschuss pro Besucher schnellte von 77,35 auf 106,55 Euro in die Höhe!

Johannes Welte

Johannes Welte

Johannes Welte

E-Mail:Johannes.Welte@tz.de

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