„Wir sind total verliebt in Amelia“

So war das erste Lebensjahr der 1,5-millionsten Münchnerin

Glückliche Familie: Amelia mit ihren Eltern Nina Meyer und Patrick Schölzel.

München - Im Mai 2015 kam die 1,5-millionste Münchnerin zur Welt: Wir haben mit ihrer Mutter über das erste Jahr gesprochen.

Die Geburt der kleinen Amelia aus Bogenhausen markierte im Mai 2015 eine neue Zeitrechnung in München. Mit Amelia wurde die 1,5-Millionen-Einwohner-Marke geknackt, das Baby war das Symbol des Münchner Wachstums. Oberbürgermeister Dieter Reiter empfing Amelia und ihre Eltern Nina Meyer und Patrick Schölzel damals im Rathaus. Ein Jahr später haben wir nachgefragt, wie es Amelia und ihren Eltern ergangen ist – und prompt beim Mittagsschlaf gestört.

Frau Meyer, wie geht es Ihnen und Amelia?

Nina Meyer: Danke, sehr gut. Amelia macht gerade Mittagsschlaf. Unser erstes Jahr war wunderschön turbulent – und ist rasend schnell vergangen.

Wie haben Sie den Rummel vor einem Jahr erlebt, als die Stadt Sie darüber informierte, dass Amelia die 1,5-millionste Münchnerin ist?

Meyer: Ich hatte damals nicht mitbekommen, dass die 1,5-Millionen-Grenze bald überschritten ist, deshalb kam der Brief von der Stadt völlig überraschend. Ich war in diesem Moment ehrlich gesagt gerade etwas genervt von der vielen Post, die ich zu bewältigen hatte. Als ich es dann realisiert habe, dass Amelia die 1,5-millionste Münchnerin ist, war die Freude natürlich groß.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat Ihre Familie voriges Jahr ins Rathaus eingeladen und Amelia auch auf dem Arm geschaukelt. Wie war der Besuch im Nachhinein?

Meyer: Das war die nächste Überraschung. Ich war etwas blauäugig und dachte, dass vielleicht ein oder zwei Pressevertreter dabei sind. Aber dann war das ganze Büro des Oberbürgermeisters mit Presse voll. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich vorher noch zum Friseur gegangen und hätte Amelia ein Dirndl angezogen... (lacht). Aber so war ich zumindest vorab nicht aufgeregt.

Der OB hatte versprochen, sich künftig jedes Jahr zu Amelias Geburtstag zu melden. Hat er Wort gehalten?

Münchens OB Dieter Reiter mit Amelia.

Meyer: Das hat er. Zu Amelias Geburtstag kam ein Bote mit einem Geschenk für Amelia, einem Geburtstagskranz aus Holz. Außerdem war eine Karte von Herrn Reiter mit sehr netten Glückwünschen dabei. Die heben wir natürlich für Amelia auf.

Geht Amelia inzwischen in die Kita?

Meyer: Nein. Ich würde zwar gerne wieder in meinen Beruf als kaufmännische Angestellte zurückkehren, allerdings bieten die Kitas bei uns in Bogenhausen nur Betreuungszeiten ab 20 Stunden aufwärts pro Woche. Solange will ich Amelia aber nicht abgeben. Ich würde gerne ein oder zwei halbe Tage pro Woche arbeiten. Leider wird eine Betreuung über so einen kurzen Zeitraum nicht angeboten.

War das eine Enttäuschung für Sie?

Meyer: Ich will in meinen Job zurückkehren, gleichzeitig aber meine Maus nicht so lange hergeben. Dass das nicht möglich ist, ist natürlich etwas schade. Von dem Problem, dass kürzere Betreuungszeiten nicht angeboten werden, haben mir auch andere Mamas erzählt.

Sind Sie zufrieden mit der Lebenssituation in München? Ist es einfach, hier in dieser wachsenden Metropole eine Familie zu gründen?

Meyer: Ich finde, dass es genügend Angebote für Kinder und Eltern gibt. Die Einkaufsmöglichkeiten in unserem Viertel sind zwar nicht so gut, dafür gibt es viel Grün und Spielplätze. Wir werden aus der Stadt sicher nicht wegziehen.

Man hört Ihnen an, dass Sie und Ihr Partner sehr glücklich sind mit Amelia.

Meyer: Ja, wir sind total verliebt in unsere Tochter, wie wahrscheinlich alle Eltern in ihr Kind verliebt sind. Es ist faszinierend, Amelia aufwachsen zu sehen. Seit ein paar Tagen läuft sie. Sie ist einfach unser größter Schatz.

Interview: Ulrich Lobinger

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