Das ist Münchens schönster Heiratsantrag

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Michael Tomuscheit (32) machte Sabine Steppuhn (30) über eine tz-Annonce den Heiratsantrag.

München - In jeder Zeitung stehen nicht nur schöne Geschichten, sondern oft genug viel Grausames, Tragisches, Trauriges. In diesem Fall handelt es sich aber um den schönsten Heiratsantrag Münchens.

Dies ist eine der schönsten Liebesgeschichten des Jahres – und dabei hat die Auserwählte den Antrag erst nach Tausenden anderen Menschen gehört, pardon: gelesen.

Denn: Michael Tomuscheit fragte seine Freundin Sabine Steppuhn via tz-Annonce, ob sie ihn heiraten möchte. Doch das war nicht die einzige Überraschung, die der 32-Jährige Münchner gestern für seine Liebste bereithielt.

Die einen fragen bei Kerzenschein, die anderen mit Blumen in der Hand, die nächsten mit einem Ring im feinen Schmuckkästchen. Und Michael Tomuscheit stellte die Frage aller Fragen in einem etwas anderen Ambiente: nämlich über den Dächern der Stadt, auf dem höchsten Gebäude – dem Olympiaturm. Liebe verleiht eben Flügel und kennt keine Grenzen.

Um seine Herzensdame dorthin zu bekommen, kündigt Michael Tomuscheit seiner Liebsten am Vorabend einen Kurzausflug an. Am Dienstagvormittag steht das Paar auf der obersten Turm-Plattform im Freien, genießt auf 192 Metern Höhe den Fernblick in die Berge.

Dann der Trick: Der Münchner sagt zu seinem Schatz, dass er noch nie in einer solchen Höhe Zeitung gelesen habe. Rein „zufällig“ zieht er eine hervor, die tz, und zeigt sie seiner Sabine. Der Blick der 30-Jährigen fällt auf die Anzeige:

„Liebe Sabine. Du bist die wunderbarste Frau und Mami der Welt. Heute möchte ich Dich fragen, ob Du meine Frau werden möchtest? Dein Michael.“

Kleine Herzen umrahmen den Text und das Foto der beiden aus einem Florida-Urlaub. Sabine Steppuhn fängt vor Rührung an zu weinen, fällt ihm um den Hals, küsst ihn – und natürlich sagt sie „Ja“. Gleich danach geht die Überraschung weiter: Michael Tomuscheit entführt seine Verlobte an den Tegernsee: Der 32-Jährige hatte in Rottach-Egern (Kreis Miesbach) einen Tisch in einem Restaurant reserviert, danach ein Zimmer im Vier-Sterne-Hotel gebucht – für romantische Stunden zu zweit.

Ein halbes Jahr hat Tomuscheit diesen Tag geplant. „Es gibt viele Möglichkeiten für Heiratsanträge, aber über die Zeitung ist es außergewöhnlich“, sagt er.

Kennengelernt hat sich das Paar aber weitaus weniger romantisch: bei der Arbeit in der Zollverwaltung. „Es hat etwas gedauert, aber dann hat es intensiv gefunkt“, erzählt Tomuscheit. Seit sechs Jahren sind die beiden zusammen, mittlerweile ist die 30-Jährige im siebten Monat schwanger.

Auch wenn ihre Tochter Annika erst im März kommt. „Ich weiß schon jetzt, dass sie eine tolle Mutter wird“, sagt Tomuscheit – deshalb auch der Satz in der Anzeige. Seit der Schwangerschaft gab es auch schon erste Gespräche über’s Heiraten, konkrete ­Pläne aber nicht. So kam Sabine der spontane Ausflug irgendwie verdächtig vor. „Sie hat es schon vermutet mit dem Heiratsantrag, ich habe es aber auch nicht allzu spannend gemacht“, erzählt der Verlobte.

Heiraten möchten die beiden auf jeden Fall im nächsten Jahr. Der genaue Termin steht noch nicht fest – eine Überraschung wird das aber vermutlich nicht mehr.

Vera Markert

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