Was war da los?

Facebook-Flop: 13.000 Münchner bleiben hungrig

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So wurde das Event bei Facebook angepriesen.

München - Tausende wollten am Sonntag gemeinsam in München frühstücken. Doch es blieb am Ende beim kollektiven Magenknurren. Was war da los?

Markt-Events liegen voll im Trend. Bei so genannten Streetfood Markets schließen sich verschiedene Food Trucks zusammen und verkaufen Essen aus kleinen Wägen. Und der Ice Cream Market in München fand heuer schon zum zweiten Mal mit Erfolg statt.

Insofern war die Grundidee durchaus trendgemäß: Bei Facebook wurde für vergangenen Sonntag, 10 bis 16 Uhr der "1. Münchner Breakfast Markt" angekündigt. "Ein Foodmarkt allein zum Thema Frühstück", hieß es in der Beschreibung. "Schlemme dich durch Sunnyside-Up-Spiegeleier, Weißwürscht & Brezen und Tegernseer Käsespezialtäten oder Chia-Mandelmilch-Overnight-Oats und Buchweizen Galettes - hier ist für jeden noch so wilden Frühstückstyp der passende Geschmack dabei." Unter einer E-Mail-Adresse sollten sich die Anbieter mit ihren Standln bewerben.

Den Facebook-Usern lief bei diesen Aussichten das Wasser im Mund zusammen: Mehr als 1500 Menschen sagten zu, mehr als 11.500 klickten auf "Interessiert". Und das, ohne den Ort zu kennen. Denn der stand im Vorfeld noch gar nicht fest: "Alle weiteren Infos und die einzelnen Breakfast-Anbieter sowie der genaue Austragungsort der großen Frühstücksschlacht werden demnächst hier bekannt gegeben", ist in der Facebook-Veranstaltung zu lesen.

Demnächst? Von wegen! Die Location wurde nie bekanntgegeben, und die Veranstaltung hat am Sonntag nicht stattgefunden.

Es war zwar kein Veranstaltungsort angegeben, aber erstellt wurde das Event in der Veterinärstraße - und da pilgerten offenbar tatsächlich manche hin. "An der angegebenen Adresse in der Veterinärstr. ist nichts, und die Cafe-Betreiber haben von einem Breakfast-Markt nichts gehört", schreibt User Mathias L. bei Facebook.

Fake-Veranstaltungen bei Facebook sind nichts Neues, aber das Frühstücksevent scheint von einem seriösen Anbieter erstellt worden zu sein - die E-Mail-Adresse verweist auf einen bekannten Veranstalter von Nachtflohmärkten und Streetfood Markets.

Tausende, die sich auf das Sonntagsfrühstück gefreut hatten, blieben am Ende hungrig - und ernährten sich nicht nur von Luft und Liebe, sondern von Witzen. Denn im Facebook-Event wurde über das geplatzte Event reichlich gefeixt.

"So ein Käse ... Frühstückskäse", witzelt ein Nutzer. Eine Dame wird hingegen ausfällig: "Unglaublich, diese Fake-Veranstaltungen! Man könnte wenigstens ein paar Tage/Wochen vorher informieren, dass dieses Event gar nicht stattfindet. Schämt Euch, ihr PR-Heinis!"

Der renommierte Veranstalter, dessen E-Mail-Adresse erwähnt wurde, war am Montag telefonisch zunächst nicht erreichbar. Denkbar ist aber auch, dass sich ein Konkurrent einen schlechten Scherz erlaubt hat, schließlich gab es schon 2011 Knatsch bei Nachtflohmarkt-Betreibern.

lin

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