Manche Karten sogar deutlich teurer

2,9 Prozent! Der MVV dreht wieder an der Preisschraube

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s geht aufwärts bei MVV und MVG. Das gilt nicht nur für die Busflotte (Foto von 2015), sondern auch für die Fahrpreise.

München - Seit Jahren ist es der unrühmliche Brauch, dass der MVV pünktlich zur Wiesn eine Preiserhöhung ankündigt – und das ist auch heuer so. Manche Karten werden bis zu 10 Prozent teurer.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember werden die Fahrkartenpreise im Schnitt um 2,9 Prozent erhöht, das beschloss die Gesellschafterversammlung am Freitag. Als Begründung führt der MVV Kostensteigerungen an.

Für eine Einzelfahrt in der Stadt muss man künftig als Erwachsener 2,80 Euro bezahlen, das sind zehn Cent mehr als bisher. Für Kinder wird die Einzelfahrt auch um zehn Cent teurer, sie kostet dann 1,40 Euro mehr, das sind satte 7,7 Prozent Preissteigerung! Die Streifenkarte wird um ein Fuchzgerl teurer und kostet dann 13,50 Euro (Details siehe Tabelle).

Geringer fallen die Steigerungen bei Tageskarten aus – so kostet das Single-Ticket im Innen- oder Außenraum 6,60 Euro, das sind 20 Cent bzw. 3,2 Prozent mehr. Am wenigsten verteuern sich Wochen-, Monats- oder Jahreskarten. Die IsarCard 9 Uhr für Innen bzw. Außenraum verteuert sich etwa um 2,1 Prozent auf 58,90 Euro. Die IsarCard für acht Ringe pro Jahr wird um zwei Prozent teurer und kostet dann 1197 Euro. Die städtische MVG begründet die Preissteigerung mit einer Ausweitung des Angebots, Lohnerhöhungen, dem Kauf neuer Fahrzeuge und dem Unterhalt des Netzes.

Andreas Nagel von der Aktion Fahrgäste schimpft: „Oberbürgermeister Dieter Reiter, der Vorsitzende der MVV-Gesellschafterversammlung, greift den Fahrgästen tief in die Taschen.“ Die MVG weite ihr Angebot nur um 2,3 Prozent aus.

Das sagen die Münchner zu den Preiserhöhungen:

In Ordnung

Die Preiserhöhungen finde ich in Ordnung. Ich habe ein Jahresabo und bin mit dem Service des MVV sehr zufrieden. Das Unternehmen muss eben auch wirtschaftlich sein - und Qualität hat ihren Preis. Renate Dammbach (69) Rentnerin, München

Summiert sich

Die paar Euro mehr stören zunächst nicht, über die Jahre summiert es sich aber. Ich habe die IsarCard für jeden Monat und bin froh über den Rabatt, den ich als Azubi bekomme. Georgios Tzimopoulos (25), Azubi, München

Unzumutbar!

Ich finde diese ständigen Preiserhöhungen nicht mehr zumutbar. Die Renten werden immer weniger, und alle anderen Kosten steigen. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Ich habe ein Monatsticket ab 9 Uhr. Jeder Euro, den ich mehr bezahlen muss, ist schlecht für mich. Bald können sich nur noch junge Leute den Nahverkehr leisten. Helma Steenhuis (66), Rentnerin, München

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