Neue Siemens-Zentrale: Der Bau-Zeitplan

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Die Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz

München - Seit 1949 sitzt die Zentrale des Siemenskonzerns am Wittelsbacherplatz. Und dort soll sie auch weiterhin bleiben, jedoch moderner werden: der Zeitplan.

Neue Büros, Konferenzräume und öffentliche Flächen sind geplant. Bis 2016 soll das Projekt stehen. Die tz erklärt den Zeitplan:

15. Dezember 2010: Die Vollversammlung des Stadtrates berät über den Eckdatenbeschluss zum Neubau.

17. Dezember 2010: Bei einem Werkstattgespräch im Siemens-Forum kann sich auch die Öffentlichkeit äußern.

Januar 2011: Der Architektenwettbewerb beginnt. In einer Vorauswahl werden zwölf internationale Büros gesucht. Sie müssen die Anforderungen von Siemens wie moderne Büros, Tagungsräume und Mitarbeiterrestaurant mit denen des Baureferats in Einklang bringen. Trotz der Modernität sollen das historische Stadtbild und wenn möglich die Fassade am Wittelsbacherplatz erhalten bleiben. In diesem Bereich besteht Ensembledenkmalschutz. Das Gelände soll öffentlich zugänglich sein, ein Fußweg die Altstadt mit dem Kunstareal verbinden. Baukostenvorgaben will der Konzern den Architekten nicht machen.

Mai 2011: Eine Jury entscheidet, welches Büro den Neubau planen wird. Ihr gehören unter anderem OB Christian Ude, Siemens AG-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher und Stadtbaurätin Elisabeth Merk an. Kurz danach beginnt der Umzug aus der Zentrale.

Juli 2012: Der Konzern erwartet die Billigung des Bebauungsplans.

Oktober 2012: Voraussichtlicher Beginn des Abrisses.

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August 2013: Voraussichtlicher Beginn des Neubaus.

Dezember 2015: Geplante Fertigstellung des Baus.

Mitte 2016 soll die neue Zentrale bezogen werden.

vam

Zahlen zum Neubau

Siemens hat 405 000 Mitarbeiter weltweit, in Deutschland 128 000. Im Komplex am Wittelsbacherplatz arbeiten 1200 Siemensianer. Er soll von jetzt 38 000 Quadratmetern Geschossfläche auf bis zu 47 500 Quadratmeter wachsen. Während der Altbestand umgebaut wird, bleiben das von Leo von Klenze erbaute Palais Ludwig Ferdinand und der Richard-Meier-Bau samt Siemens-Forum und Bürokomplex bestehen. Da die dortigen etwa 450 Mitarbeiter in den Neubau umziehen werden, wird der Bau für Siemens überflüssig. Was damit passiert, muss erst noch entschieden werden.

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