Bauarbeiten können weitergehen

Neues Strafjustizzentrum: Giftstoffe beseitigt

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Die Baustelle für das geplantes Strafjustizzentrum am Leonrodplatz im Mai dieses Jahres.

München - Der Neubau des Strafjustizzentrums am Leonrodplatz in Neuhausen kommt voran. Die Arbeiten zur Beseitigung des kontaminierten Erdreichs sind zu 90 Prozent erfolgt, sagte eine Sprecherin des Staatlichen Bauamts München.

Bei Grabungen waren Experten Anfang des Jahres auf tonnenweise mit Schadstoffen und Pestiziden verunreinigtes Erdreich gestoßen – Überbleibsel aus der Nachkriegszeit. Das kontaminierte Erdreich lag in bis zu zwei Metern Tiefe. Es musste nun aufwendig im Labor analysiert und später kostspielig entsorgt werden.

Auch ein riesiger Keller war entdeckt worden. Trotz der im Vorfeld durchgeführten Recherchen war den Planern nicht bekannt gewesen, dass sich entlang der Dachauer Straße ein mächtiger Keller in einer Tiefe von bis zu fünf Metern befindet. Auf den vorhandenen Luftbildern waren lediglich acht erdgeschossige Gebäude erkennbar gewesen. Der bei den Erdarbeiten gefundene Keller war mit Eisenschrott gefüllt.

Durch die Abriss- und Aushubarbeiten verzögert sich die Einweihung um vier Monate.

ul

Ulrich Lobinger

Ulrich Lobinger

E-Mail:ulrich.lobinger@merkur.de

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