1000 Euro abgebucht

Falscher Bankmitarbeiter zockt Rentnerin ab

München - Einem dreisten Betrüger fiel eine Münchner Rentnerin zum Opfer. Er gab sich als Bankmitarbeiter aus und holte unter einem Vorwand die EC-Karte der 88-Jährigen aus Neuhausen ab.

Bereits Anfang März erhielt eine 88-jährige Münchnerin einen Telefonanruf von einem unbekannten Mann, der sich als Bankmitarbeiter ausgab. Als die Dame dem Unbekannten sagte, dass sie ihr Konto bei einer anderen Bank habe, antwortete der Anrufer, dass er auch für dieses Geldinstitut arbeiten würde. Bei dem nun folgenden Gespräch gab der Mann der 88-Jährigen zu verstehen, dass sich bei den EC-Karten etwas geändert hätte und die Karten deshalb eingesammelt werden müssten.

Weiterhin äußerte er, dass in Kürze ein Mann vorbeikommen würde, um die EC-Karte abzuholen. Zudem bräuchte er noch die PIN-Nummer der Karte. Als die Münchnerin stutzig wurde, beruhigte der Anrufer sie mit der Aussage, dass auch die Polizei da sei und das Vorgehen überwachen würde. Daraufhin nannte ihm die Dame die PIN-Nummer. Nach etwa 30 Minuten klingelte es an der Tür der 88-Jährigen in Neuhausen und der angekündigte Mann stand davor. Die Rentnerin bat ihn in die Wohnung und übergab ihm dort ihre EC-Karte.

Erst nach Telefonat mit Tochter wurde die Rentnerin misstrauisch

Nachdem der Abholer wieder weg war, telefonierte die Frau mit ihrer Tochter, die wiederum bei der Bank anrief, wo ihr natürlich sofort bestätigt wurde, dass die Aktion nicht von dem Geldinstitut ausgegangen war. Zwischenzeitlich waren bereits 1.000 Euro vom Konto der 88-Jährigen abgehoben worden. 

Der Polizei gegenüber beschrieb die Münchnerin den Mann als etwa 1,70 Meter groß, zwischen 50 und 60 Jahren und mit normaler Figur. Er soll kurze, grau-melierte Haare haben und zur Tatzeit einen Drei-Tage-Bart getragen haben. Wie die Polizei mitteilt sprach er Hochdeutsch ohne Akzent. Bekleidet war der Mann beim Abholen der EC-Karte mit einer grauen Jacke. Die Polizei bittet um Zeugen, die etwas zu dem Mann oder dem Tathergang sagen können. Sie sollen sich beim Polizeipräsidium München unter Telefon 089/29 10 0 melden, können sich aber auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare