Burger-Kette zieht Notbremse

Streit vor Gericht: "Hans im Glück" zahlt ihr 120.000 Euro

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Designerin Stefanie Rack verklagte Hans im Glück. Sie entwarf das Raumkonzept für die Burger-Grill-Kette.

München - Das Oberlandesgericht hat der gegen die Burger-Kette "Hans im Glück" klagenden Innenarchitektin Stefanie Rack Recht gegeben. Grund des Rechtsstreits: Der Birkenwald.

Im grünen Birkenwald von "Hans im Glück" tobt ein Sturm: Vor dem Oberlandesgericht streiten sich Gründer Thomas Hirschberger und Designerin Stefanie Rack darum, ob die Burger-Kette das Konzept, raumhohe Birken ohne Äste mit schwarzen Tisch-Sitz-Ensembles aufzustellen, weiter nutzen darf.

Innenarchitektin Stefanie Rack (36) hatte das so genannte Outside In“-Konzept für den ersten "Hans im Glück" in der Nymphenburger Straße 69 entwickelt. 10.000 Euro hat die Designerin dafür bekommen. Zusätzlich sei eine Summe für jeden weiteren eröffneten Laden vereinbart gewesen, so Rack. Die Crux: Vertraglich geregelt war das nicht.

Nun hat Rack "Hans im Glück" auf Verletzung des Urheberrechts verklagt. Vor dem Landgericht München I war die Klage der Designerin im Herbst 2015 abgewiesen worden. Nun ging sie vor dem Oberlandesgericht in Berufung. „Wenn Sie nicht einlenken, wirkt 'Hans im Glück' auf seine Kunden bald wie ein Geld zahlender Dagobert Duck“, sagt der Kläger-Anwalt Norman Synek. Durch eine Unterlassungserklärung, die Hirschberger verbietet, das Raumkonzept für seine Läden zu nutzen, will Designerin Rack eine Bezahlung für die weiteren eröffneten Läden erreichen – allein elf gibt es in München.

„Jetzt können Sie noch die Notbreme ziehen“, sagte Richter Gunnar Cassardt zu den Beklagten, die sonst alle Restaurants umgestalten müssten. Dann gab’s eine gütliche Einigung: "Hans im Glück" kauft für 120.000 Euro die Nutzungsrechte. Und im Birkenwald wird wieder friedlich gemampft.

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Wei, Min

Ramona Weise

Ramona Weise

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