Weniger Lärm, weniger Feinstaub

Landshuter Allee: Stadt drückt bei Tunnelbau aufs Gas

München - Am Mittwoch vergibt der Feriensenat die Objektplanung für die Landshuter-Allee-Röhre. Ingenieure aus München und Innsbruck sollen für 18 Millionen Euro zum Zug kommen.

Die Stadtverwaltung hat erste Vorplanungen zum Bau des Landshuter-Allee-Tunnels abgeschlossen. Am Mittwoch will der Feriensenat in nichtöffentlicher Sitzung den Auftrag für die Objekt- und Tragwerksplanung vergeben. Zum Zug kommen werden voraussichtlich zwei Ingenieurbüros aus München und Innsbruck, die sich gemeinsam beworben hatten und über große Erfahrungen im Tunnel-Bau verfügen: die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH sowie ILF Consulting Engineers Austria GmbH.

Der 540 Millionen Euro teure und rund 1,45 Kilometer lange Tunnel in Neuhausen ist das bislang größte Infrastrukturprojekt der Rathaus-Koalition. Im November beauftragte der Stadtrat mit den Stimmen von CSU und SPD das Baureferat, die Planungen mit höchster Dringlichkeit zu verfolgen.

Erhält Bietergemeinschaft den Auftrag?

Bereits im Februar schrieb das Referat die Objekt- und Tragwerksplanung europaweit aus. Neun Bewerbungen gingen daraufhin ein. Nach Prüfung und Wertung nahm das Baureferat mit den fünf geeignetsten Bewerbern Verhandlungsverfahren auf. Die beiden Ingenieurbüros aus München und Innsbruck erreichten mit ihrer gemeinsamen Präsentation die höchste Punktzahl. Am Mittwoch wird der Feriensenat entscheiden, ob die Bietergemeinschaft den Auftrag erhält.

Das Honorar für die Objekt- und Tragwerksplanung beträgt rund 18 Millionen Euro. Die beiden Ingenieurbüros haben die Fachleute im Baureferat auch durch ihre Referenzen beim Tunnelbau überzeugt. So ist ILF am Bau des Brenner-Basistunnels beteiligt, Schüßler-Plan aus München hat an mehreren Tunnel-Projekten in Deutschland und Österreich mitgewirkt.

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Ulrich Lobinger

Ulrich Lobinger

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