Was es mit diesem Foto auf sich hat

Neues Mysterium um eine Vogelspinne in Neuhausen

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Die Haut der Vogelspinne sieht fast genauso aus, wie eine lebendige Vogelspinne.

München - Vor einem Jahr machte eine mysteriöse Vermisstenanzeige über eine Vogelspinne die Bewohner in Neuhausen verrückt. Diese Woche ging das Mysterium in eine neue Runde.

Es ist erst ein Jahr her, da sorgte ein Aushang in Neuhausen für große Aufregung. Laut Vermisstenanzeige sei nämlich eine Vogelspinne ihrem Besitzer davon gekrabbelt. Das Vogelspinnenweibchen namens "Penelope" sei erst seit zwei Jahren bei ihrem neuen Besitzer gewesen und der mache sich nun fürchterliche Sorgen um "Peni", hieß es damals.

Wie sich jedoch herausstellte, war die ganze Aktion ein großer Scherz. Die Vermisstenanzeige war eine Erfindung und nein, in Neuhausen krabbelte keine Vogelspinne durch die Büsche.

Vogelspinne taucht in Neuhausen auf - Zufall?

Jetzt, ein Jahr später, erreichte unsere Onlineredaktion ein Leserfoto. Auf dem Fußweg der Winthirstraße, kurz vor der Kreuzung Romanstraße, lag am Dienstag, den 23. August um halb acht Uhr morgens eine tote Vogelspinne. So zumindest der Verdacht unserer Leserin. Das Foto zeigt eine scheinbar zerquetschte Vogelspinne - und das genau an dem Ort, an dem erst vor einem Jahr der "falsche" Aushang gemacht wurde. Zufall?

Wir haben mal nachgefragt. Der Tierschutzverein München hat keine Informationen vorliegen, dass derzeit im Raum Neuhausen eine Vogelspinne vermisst werde, erklärte eine Mitarbeiterin gegenüber unserer Onlineredaktion. Und auch unsere Leserin kann sich nicht erklären, wo die Vogelspinne herkommen könnte. Vielleicht entlaufen und auf mysteriöse Art und Weise umgekommen?

Mysterium um Vogelspinne gelöst

Kerstin Kurz, Mitglied der Gruppe "Vogelspinnen-Freunde in München und Umgebung", weiß bei dem Anblick des Fotos jedoch sofort, um welches Mysterium es sich hierbei handelt. "Das kann ich schnell und unspektakulär aufklären, das auf dem Bild ist eine Haut von einer Vogelspinne, also keine tote Vogelspinne." Wie Kurz gegenüber unserer Onlineredaktion erklärt, haben Spinnen nämlich kein Skelett oder anders gesagt, die Haut ist für die Spinne eine Art Skelett. "Sie müssen sich dann häuten um zu wachsen, daher bleibt die alte Haut übrig." Die abgelegte Haut sehe einer lebendigen Vogelspinne deswegen sehr ähnlich, so Kurz. Sie spricht aus Erfahrung, da sie selbst ebenfalls eine Vogelspinne besitzt.

Sie vermutet daher, dass sich ein Vogelspinnenbesitzer einen Scherz erlaubt habe und die Haut seiner Vogelspinne aus dem Terrarium auf den Fußweg gelegt habe oder dass sich die Krähen an den Müllsäcken zu schaffen gemacht haben und die Haut der Spinne so auf dem Fußweg gelandet sei. Wahrscheinlicher ist jedoch erstgenannte Theorie.

Dennoch: In Neuhausen kann Entwarnung gegeben werden, es handelt sich bei dem Fund nicht um eine echte Vogelspinne, sondern nur um die alte abgelegte Haut, die einer lebendigen Spinne zum verwechseln ähnlich sieht.

Größter deutschsprachiger Spinnen-Stammtisch in München

Einmal im Monat steigt im Aubinger Burenwirt übrigens der größte Spinnen-Stammtisch im deutschsprachigen Raum. Über die Facebook-Gruppe "Spinnen-Stammtisch München" mit rund 246 Mitgliedern lädt Gruppengründer Michael Hölbling aus Puchheim, jeden zweiten Samstag im Monat zum Stammtisch ein. Er selbst ist schon seit mehr als 20 Jahren Spinnenliebhaber.

Größter Spinnen-Stammtisch Deutschlands in München: Bilder

mt

Madita Tietgen

Madita Tietgen

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