Wohndruck in München

Obdachlosigkeit: Fachstelle warnt!

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Die AWO hilft, damit es nicht so weit kommt: Obdachlosigkeit.

München - Der Wohndruck in und um München steigt und steigt. Das spürt auch die Wohnungsnothilfe des AWO-Kreisverbandes. Die Betroffenen: Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind.

Die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) schlägt Alarm: Sie gelangt an ihre Grenzen. Denn sie erhält immer mehr Anfragen von Gemeinden, die nach Wohnungen für Obdachlose suchen. „Eine zentrale Anlaufstelle im Landkreis wäre dringend notwendig“, betont Stefan Wallner von der FOL.

Die Fachstelle ist eine von drei Säulen der Wohnungsnothilfe der AWM. Die Fachstelle wird präventiv tätig, wenn Obdachlosigkeit droht. Im fiktiven Fall der 70-Jährigen etwa, wenn der Mann gestorben ist und sich die Dame die Miete nicht mehr leisten kann. Die FOL hat im vergangenen Jahr 1231 Fälle im Landkreis bearbeitet. Insgesamt waren 2323 Personen von Obdachlosigkeit bedroht, darunter 750 Kinder! Auch Zwangsräumungen können zur Obdachlosigkeit führen.

In 911 der Fälle war die FOL erfolgreich, hat also verhindern können, dass die Menschen obdachlos werden. Entweder konnten die Klienten ihre Domizile behalten, oder es wurde eine neue Bleibe gefunden. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 1273 Telefonberatungen.

Zweites Standbein ist die Abteilung „Unterstütztes Wohnen“. Deren Mitarbeiter helfen, wenn jemand mit dem Alltäglichen in einem Mietverhältnis überfordert ist, weil er möglicherweise aus der Obdachlosigkeit in eine Wohnung vermittelt werden konnte. Und zudem betreut die Wohnungsnothilfe Unterkünfte für Obdachlose im Landkreis, etwa in Planegg und Gräfelfing.

Die Beratung der FOL ist kostenlos und kann von allen Bürgern des Landkreises in Anspruch genommen werden. Mehr Infos gibt es im Internet www.awo-kvmucl.de. 

ska

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