Radfahrer vs. Fußgänger

Im Streit umgeschubst: Rentner (78) stirbt nach Kopfverletzung

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München - Über den Teppich, der quer auf dem Gepäcksträger lag, geraten ein Radfahrer (50) und ein Fußgänger (78) in Streit. Bei der Auseinandersetzung stürzt der Rentner auf den Kopf, jetzt ist er im Krankenhaus an seiner Verletzung gestorben.

Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der folgenschwere Zwischenfall bereits am Donnerstag, 19.05.2016, in der St.-Bonifatius-Straße in Obergiesing.

An dem Tag fuhr ein 50-jähriger Architekt mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg stadtauswärts. Auf dem Gepäckträger transportierte der Radfahrer einen Teppich, der quer zur Fahrtrichtung auf beiden Seiten des Rades deutlich herausragte. Dadurch kam es zum Konflikt mit einem 78-jährigen Fußgänger.

Der Vorwurf: Der Fußgänger soll den Radler am Arm gepackt haben, um diesen auf sein verkehrswidriges Verhalten hinzuweisen. Der Radfahrer stellte daraufhin sein Fahrrad ab, es kam zu einer Auseinandersetzung. Der Radler soll den 78-Jährigen zu Boden gestoßen haben. Durch den Sturz erlitt der Rentner eine schwere Kopfverletzung. Er wurde zur stationären Behandlung in eine Klinik verbracht.

Wie die Polizei jetzt mitteilt, starb der Mann dort am Freitag, 10.06.2016. Nachdem nun von Körperverletzung mit Todesfolge auszugehen war, wurden die weiteren Ermittlungen von der Mordkommission übernommen und von der Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet. Bei der Obduktion wurde ein kausaler Zusammenhang zwischen Sturz und dem Tod des Rentners festgestellt. Die Ermittlungen zur Ausgangsituation und der Motivation der Beteiligten dauern an. Die Polizei sucht deshalb weitere Zeugen. 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

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