In Obergiesing

Bei Handgemenge mit Jugendlichen: 40-Jähriger bricht sich den Schädel

München - Eine harmlose Rangelei zwischen drei Jugendlichen und einem 40-Jährigen hat ein tragisches Ende genommen: Der Mann hat sich den Schädel gebrochen. Zum Hergang gibt es verschiedene Aussagen.

Ein kurzes Handgemenge, ein Schubser, ein Sturz - und jede Menge Widersprüche. Wie es zu der Auseinandersetzung zwischen den drei Jugendlichen und dem Mann gekommen ist, ist nach wie vor unklar. Das Resultat dieses auf den ersten Blick harmlosen Streits aber ist tragisch: Der 40-Jährige liegt reglos am Boden, ist schwer verletzt. Er hat sich bei dem Sturz den Schädel gebrochen. Diese Diagnose werden die Ärzte später im Krankenhaus stellen.

Fest steht auch: Der Mann war stark betrunken gewesen, so teilt die Polizei mit, als er am vergangenen Freitag mit drei Jugendlichen (14, 15, und 17 Jahre alt) vor einem Supermarkt in der Perlacher Straße aneinander geriet. Darüber was dann passiert ist, machten Beteiligte und Zeugen unterschiedlich Angaben. 

Der 14-jährige Schüler, der an dem Handgemenge beteiligt war, gab an, dass sich das jugendliche Trio vor dem offenbar aggressiven Mann schützen und eine möglicherweise bevorstehende Auseinandersetzung vermeiden wollte und den 40-Jährigen daher schubste. Der Mann sei dabei nach hinten gefallen und reglos liegen geblieben. Seine beiden Freunde machten zum Vorfall zwar keine Angaben, unbeteiligte Zeugen jedoch stützen die Aussage des Schülers. Der 40-Jährige soll mit erhobenen Fäusten auf die Jugendlichen zugegangen sein, bevor diese ihn schubsten.

Andere Passanten gaben wiederum zu Protokoll, dass die Aggression von den Jugendlichen ausgegangen sei. Zwei von ihnen hätten mit Fäusten auf den Mann einprügelt. Der konnte ob seines Zustandes selbstverständlich noch keine Angaben machen, schwebt aber wohl nicht in Lebensgefahr.

Die Polizei hat die Ermittlungen in diesem Fall noch nicht abgeschlossen und wird weitere Zeugen vernehmen, um die noch bestehenden Widersprüche zu klären. Dennoch bittet die Polizei weitere Zeugen des Vorfalls sich umgehend zu melden. 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema:

auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion