15 Prozent weniger Nachfrage

Mehr Wiesn-Gäste? Hoteliers widersprechen

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Martin Stürzer, Vize des Hotel- und Gaststättenverbandes München.

München - Die Nachfrage nach Münchner Hotelzimmern während der Wiesn sei heuer im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, hatte HRS gemeldet. Der Vize des Hotel- und Gaststättenverbandes München hat ganz andere Zahlen.

Eine Steigerung um zwölf Prozent hatte das Buchungs-Portal am Freitag vermeldet. „Ich kann diese Zahlen nicht bestätigen", so Martin Stürzer gegenüber der tz: "Wir registrieren heuer vielmehr einen Rückgang der Buchungen um 10 bis 15 Prozent.“

Stürzer sagt, die Leute hätten Angst vor Terroranschlägen, "auch wenn ich felsenfest der Überzeugung bin, dass auf der Wiesn nichts passieren wird.“ Und es gäbe weitere Gründe, wieso man heuer noch eher ein freies Zimmer während der Wiesn kriegt: „Die Zimmerkapazitäten sind in den vergangenen Jahren dank neuer Hotels stark gewachsen.“

Außerdem sorgten die neuen Reservierungsregeln für weniger Hotelbuchungen. Denn Auswärtige kämen nicht mehr ganz so leicht an einen Tisch wie früher. Wieso HRS dann trotzdem mehr Buchungen verzeichnet? Stürzer: „Das kann an ihrer Preispolitik liegen.“ Dank der Reservierungsportale sei der Preisdruck gewachsen, immer mehr Gäste buchten wegen niedrigerer Preise auf HRS & Co.

Dennoch sind Wiesn-Zimmer auch heuer teuer: Am Viktualienmarkt kostet ein Doppelzimmer im Vier-Sterne-Haus am zweiten Wiesnwochenende für zwei Nächte bei booking.com 1042 Euro – am ersten Wochenende nach der Wiesn nur noch 412 Euro! 

Johannes Welte

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