Bürger mit mulmigem Gefühl

Zahlreiche Polizeihubschrauber über Münchens Westen: Was dahintersteckt

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Ein Formationsflug der Bundespolizei.

München - Ein tz.de-User hat sich am Dienstagvormittag über die vielen Hubschrauber im Münchner Westen gewundert. Dafür gibt es aber eine einfache Erklärung.

Es sorgt für ein mulmiges Gefühl nach dem Amoklauf von München und den verschiedenen Anschlägen in Bayern und Europa: Über die Landeshauptstadt fliegen dieser Tage immer wieder Hubschrauber. Das ist auch einem unserer User aufgefallen, der sich besorgt per Whatsapp an unsere Onlineredaktion wendete: "Guten Morgen ihr Lieben, was bedeutet die Armada an Helikoptern, die grad über Pasing hinweggeflogen ist?", so der Nutzer. Beobachtet habe er das gegen 9.15 Uhr am Dienstag. "Zuerst sind 8 Helis einer hinter dem anderen über Pasing Richtung Großhadern geflogen. Nach ca. 10 Minuten kamen zwei weitere. Polizeihubschrauber."

Nachfragen bei der Polizei ergaben: Es gibt keinen Grund zur Sorge. Es handelt sich um reine Übungsflüge, die schon länger anberaumt waren.

Hintergrund: Die Bundespolizei-Fliegergruppe ist in der Zeit vom 18. bis 28. Juli 2016 zu Gast bei der Fliegerstaffel in Oberschleißheim. Die Berufspiloten/-innen und Flugtechniker/innen für Hubschrauber absolvieren einen Lehrgang zum Fliegen im hochalpinen Gelände.

Vom Standort in der Jägerstraße aus starten die Besatzungen in die Alpenregion, um die erforderlichen Flugeinweisungen zu erhalten. An der Ausbildung sind bis zu 60 Angehörige des Flugdienstes der Bundespolizei und der Polizeien der Länder mit bis zu zehn Hubschraubern beteiligt. Die Besatzungen starten jeweils gegen 09:00 Uhr in die Alpenregion, um die erforderlichen Flugeinweisungen zu erhalten und kehren gegen 17:00 bzw. 18:00 Uhr in ihren Standort zurück. Am Freitag sollte es zum Segelfluggelände Füssen gehen, vorherige Ziele waren die Außenstützpunkte JVA Bernauer Moor und das Flugplatzgelände Pömetsried/ Ohlstadt.

Der nun angesetzte Lehrgang ist laut Bundespolizei erforderlich, um die Hubschrauberbesatzungen für das Fliegen im Gebirge zu trainieren, da der Alpenraum besondere Ansprüche an das fliegerische Können darstelle. Felswände und Steilhänge, höhenbedingte Temperaturunterschiede oder spezifische Auf- und Abwinde sind Bedingungen, auf die die Besatzungen vorbereitet und trainiert sein müssen.

Die Bundespolizei bittet um Verständnis wegen des entstehenden Fluglärms. 

lin/pm

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Kommentare

Lugge
(0)(0)

Aha. Und wer ist dieser Whatts Sepp?